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Fotoparade – die schönsten Bilder des 2.Halbjahres 2017

Ein Wahnsinn, wie die Zeit vergeht!! Jetzt klinge ich schon, wie meine eigene Großmutter – aber wenn es doch auch wahr ist? Hat nicht gerade die Fotoparade von  Erkunde die Welt stattgefunden, in der Michael aufrief, seine schönsten Fotos zur Schau zu stellen?? Nun, das ist bereits ein halbes Jahr her, und nun ist es Zeit, wieder die Alben zu lüften und nach den schönsten Bildern zu kramen. Eine ziemliche Herausforderung diesmal, gilt es doch bis zu 11 Kategorien zu erfüllen. Na dann, auf geht’s, oder? Und falls du auch Lust hast teilzunehmen – auf zu Michaels 6. Fotoparade!

  • Landschaft

Ein Landschaftsfoto zu zeigen ist für mich immer eine gewisse Herausforderung. Ich bin immer sehr verleitet, eines aus Österreich zu zeigen um gleich ein bisschen „Werbung“ für unser Land zu machen. Dieses Mal fiel mir die Auswahl aber dennoch leicht, weil ich dieses Bild schon für die Fotochallenge ausgewählt habe, als ich es quasi geknipst habe. Es wurde im Rila-Gebirge in Bulgarien aufgenommen, wo ich mit den Halbstarken eine tolle Wanderung zu den 7 Rila Seen gemacht habe. Es geht stetig bergan, nach jeder Steigung kommt man an einem neuen See mit so klingenden Namen wie „Nierensee“ oder „Dreiblattsee“ vorbei, einer ist hübscher als der andere und man kann sich kaum an der wunderschönen Umgebung sattsehen. Und ist man nach etwa 3 Stunden am Gipfel angekommen, bietet sich einem ein atemberaubender Ausblick auf alle 7 Seen.IMG_5850

  • Licht

Ich bin ja nicht arg romantisch veranlagt – aber ein bisschen dann doch und so faszinieren mich Sonnenuntergänge und die Lichtschattierungen dabei schon immer wieder. Dieser hier wurde in Nord-Griechenland, in der Nähe von Thessaloniki aufgenommen, wo wir im Rahmen unseres Balkan-Roadtrips im Sommer ein paar Tage zum Entspannen waren.IMG_5974

  • Schwarz-Weiß

Man muss ja nicht immer unbedingt schöne Dinge auf seinen Fotos abbilden, oder? Dieses Bild von einer Plattenbausiedlung in MOLDAWIEN gefällt mir trotzdem irgendwie, weil es genau das Bild der Hauptstadt Chiçinau widerspiegelt. Eintönig, öde, trostlos und grau. Aber sehr typisch für dort. Und ich musste es nicht einmal wirklich bearbeiten, damit es in die Kategorie Schwarz-Weiß passt!Version 2

  • Tiere

Das ist diesmal eine einfache Kategorie für mich, denn dieser Geselle hier war schon mein Favorit, bevor ich überhaupt ein Foto von ihm gemacht habe. Wir waren im August im DONAUDELTA und da gibt es wirklich haufenweise Pelikane. Dieser hier hat sich geduldig fotografieren lassen, als wir mit unserem Fischerboot vorbeigeschippert sind. Ich mochte ihn von Anfang an!!IMG_2129

  • Natur

Und gleich geht es noch einmal zurück ins Donaudelta – soviel wunderbare Natur wie dort, findet sich ja selten wo. Eine unglaubliche Anzahl and Vogelarten lebt hier gemeinsam mit Fröschen, Bibern und sonstigem Getier.Version 2

  • Nahaufnahme

Nahaufnahmen mache ich selten – also solche ganz aus der Nähe zumindest. Aber dieses schmiedeeiserne Dach eines Pavillons in unserer Hotelanlage in Nessebar am Schwarzen Meer hat mich irgendwie fasziniert und musste doch näher „unter die Lupe“ genommen werden…IMG_2645

  • Stadtbild

Zum Thema „Stadt“ habe ich dieses 2-in-1 Bild der slowenischen Hauptstadt Ljubljana ausgewählt, wo wir im Frühsommer 2 sehr schöne Tage verbracht haben. Einerseits zeigt es die Fotografie eines Acrylbildes von Ljubljana mit der bekannten Brücke, andererseits ist im Hintergrund die Burg „life“ zu sehen. Das ist doch eine gelungene Kombination, oder?IMG_0489

  • Farbkontrast

Meine absolute Lieblingsstadt ist Stockholm. Alle, die meinen Blog verfolgen, wissen das – der Rest erfährt dieses „offene Geheimnis“ jetzt… In Stockholm bieten sich vielfältige Kontraste, die mich immer wieder faszinieren: gelb-blaue Fahnen, rot-weiße Hütten oder Hausfassaden in den buntesten Farben.IMG_4172

  • Essen

Ich habe soooo viele leckere Sachen im letzten halben Jahr gegessen – aber natürlich kaum welche davon fotografiert. Besonders gut geschmeckt hat aber dieses Backhenderl im Lokal „Seejungfrau“ am Neusiedlersee heuer im Juli. Unglaublich lecker – und die wunderschöne Atmosphäre dort direkt am See ließen es gleich noch einmal so gut schmecken. Mmmmh!IMG_4047

  • Aussicht

Im November war ich in Teenie-Begleitung in London, wo wir unter anderem „The Shard“ erklommen haben. Zugegeben, das war nicht sehr sportlich, immerhin bringt einen ein Lift ohne gröbere Anstrengung in den 73. Stock hinauf, wo sich dann aus über 300 m Höhe dieser tolle Blick über die Stadt bietet.IMG_8475

  • schönstes Bild

Das schönste Bild auszuwählen ist eigentlich das Schwierigste an der ganzen Fotoparade. Erstens ist „schön“ etwas sehr Subjektives und zweitens ist man ja auch automatisch emotional involviert, wenn man in seinen eigenen Bildern kramt, weil man mit jedem Bild ja auch Erinnerungen verbindet, die es dann für einen selbst zum „schönsten Bild“ machen. Dieses Bild führt uns noch einmal zurück ins Rila-Gebirge und es strahlt für mich einfach so viel Ruhe, Harmonie und Perfektion aus, dass ich es als mein schönstes Bild für die Fotoparade 2/17 ausgewählt habe.IMG_2965

So, das wär es nun für dieses Halbjahr mit den schönen Bildern. Ein ziemliches Kontrastprogramm zur Fotoparade des letzten Halbjahres, findest du nicht? Falls du noch einmal nachsehen möchtest, welche Bilder mich damals begeistert haben, hier gehts lang:

Michaels Fotoparade 2/2017 erfreut sich wirklich allergrößter Beliebtheit. Über 100 Teilnehmer gab es letztes Jahr und auch heuer haben schon wieder viele Blogger mitgemacht. Vielleicht hast du ja auch Lust, dir ihre Bilder anzusehen? Besonders gefallen haben mir die von

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MAULBRONN – herbstliches Klostererlebnis der Extraklasse

Wenn du die Speisen ablehnst, die Brauchtümer ignorierst, die Religion fürchtest und die Menschen meidest, bleibst du besser Zuhause. James Michener (1907-1997)

Eigentlich eher zufällig sind die Halbstarken und ich in Maulbronn gelandet, weil es fast direkt auf unserem Weg von München nach Strassburg lag und wir auf der Reise plötzlich soooo hungrig geworden sind dass wir eine kleine Pause einlegen mussten. Und weil uns ein bisschen Kultur ja noch nie geschadet hat (auch wenn die Halbstarken das anfangs oft,  ein bisschen anders sehen, fügen sie sich dann doch in meine Besichtigungsideen und sind schlussendlich dann ja auch meistens begeistert…), haben wir dabei auch gleich das alte Kloster besichtigt.IMG_7605

Maulbronn an sich ist eine kleine, beschauliche Stadt nördlich von Pforzheim mit gerade mal 6.500 Einwohnern. Ein paar Fachwerkhäuser am Hauptplatz, einige Geschäfte, mehr gibt es dort nicht zu sehen. Wäre da nicht, ja wäre da nicht das berühmte Zisterzienserkloster, das den Ort so richtig aufpeppt!

Kloster? Langweilig! Nein, bei Gott nicht!!! Das Kloster Maulbronn ist eine großartige Anlage, die einen, einmal durch das alte Klostertor betreten, in eine andere Zeit verzaubert.IMG_7658

Bereits von außen erinnert das Kloster mit seinen Türmen und dem ehemaligen Wassergraben eher an eine Burg als an ein klerikales Gebäude. Wir hatten das große Glück an einem wirklich schönen Herbsttag dort gewesen zu sein, sodass auch die Umgebung mit den vielen Weinbergen noch eine ganz bezaubernde Atmosphäre kreierte.IMG_7595

Das Herzstück des ganzen Ensembles ist natürlich das Kloster selbst. Daneben gibt es aber einen riesigen Klosterhof mit allerhand Nebengebäuden, die zum Teil noch aus dem Mittelalter stammen. Mittelalter – das Interesse der Halbstarken war prompt erwacht, sie mutierten beinahe zu Rittern und sausten mit Begeisterung über das Gelände. Wie herrlich war es auch, sich nach fast 3 Stunden im Auto ein bisschen zu bewegen! Die Klostermühle faszinierte ebenso wie die ehemalige Bäckerei und der riesige alte Speicher, der immer noch gut erhalten ist.IMG_7606

Der Klosterhof ist frei zugänglich, für die Besichtigung des Klosters und die Sonderausstellungen ist ein Eintrittspreis von 7,50 € fällig (Kinder 3,80 €). Mit Audioguide kann man sich selbständig auf Erkundungstour begeben, es werden allerdings auch Führungen angeboten und ich muss sagen, es lohnt sich wirklich.IMG_4370

Das Kloster Heilbronn zählt zum UNESCO Welterbe, alleine deshalb sollte man es schon gesehen haben. Und auch wenn ich finde, dass sich Klöster ja oft schon sehr ähneln (genauso wie Burgen und Schlösser und Kirchen es auch tun…), so finden sich doch einige Besonderheiten: Sehr interessant ist das Chorgestühl in der Klosterkirche, in dem die ehemaligen Mönche früher 5 mal täglich gebetet haben. Das erste Gebet fand schon in den frühesten Morgenstunden statt, das letzte erst um Mitternacht. Aus praktischen Gründen gab es daher eine direkte Stiege von den Schlafgemächern bis in die Kirche, über die die Mönche damals halbschlafend zum Gebet torkeln konnten. Welch eine Vorstellung, fünf mal täglich in der Kirche zu sitzen (bzw. hier eher zu stehen), oder?IMG_7615

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Chorgestühl in der Klosterkirche

Die Vorhalle der Kirche nennt sich übrigens Paradies und ist ein architektonisches Meisterwerk eines unbekannten Künstlers. Zugegeben, das „Paradies“ hab ich mir immer ein bisschen anders vorgestellt, aber ich bin da ja flexibel…

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So sieht das Paradies in Maulbronn aus…

Ganz toll ist auch das Brunnhaus aus dem 14. Jahrhundert im Innenhof des Klosters. Wenn du schon mal Bilder vom Kloster Maulbronn gesehen hast, dann wahrscheinlich von hier, der Brunnen dort ist nämlich quasi der Fotostar der Anlage und tatsächlich fand sich, obwohl während unseres Besuchs sonst nicht sehr viele Leute dort waren, eine kleine Menschen-Schlange davor. Selfie-Time im Kloster!!

Die Ursprünge des Klosters gehen übrigens auf das 12. Jahrhundert zurück und es findet sich eine Mischung verschiedener Baustile von Romantik und Gotik, was ja auch den besonderen Reiz der Anlage ausmacht. Drumherum, außerhalb der Klostermauern, finden sich etliche bereits von den Zisterziensern angelegte Fischteiche in einer teilweise sehr naturbelassenen Landschaft. All dies zusammen hat dazu geführt, dass das Kloster Maulbronn und seine Umgebung als Gesamtbild als die am besten erhaltene Klosteranlage Mitteleuropas gilt. Wasserwirtschaft und Fischzucht waren seit jeher ein besonderes Steckenpferd der Zisterzienser. Heute werden die Teichanlagen auch freizeittechnisch genützt, man kann dort schwimmen und sogar Tretboote ausborgen. Wie schade, das wir dafür keine Zeit hatten!IMG_4417

Im Besucherzentrum finden auch wechselnde Ausstellungen statt, im Jahr von Martin Luther war es daher nur naheliegend, dass es auch eine Ausstellung über die Reformation in Baden-Württemberg zu sehen gab. Unterhaltung gibt’s im Klostergelände also genug. Es finden sich dort auch einige Souvenirgeschäfte, ein Bücherladen, ein Café und das Klosterrestaurant.

Mönche gibt es in Maulbronn schon seit vielen Jahren keine mehr. Die ursprüngliche Klosterschule, in der Mönche ausgebildet wurden, ist heute das evangelische Seminar, ein Gymnasium für Mädchen und Burschen. Hermann Hesse war übrigens der berühmteste Schüler von Maulbronn. Wieder was gelernt, nicht wahr?

Was uns besonders fasziniert hat, sind die vielen Anekdoten, die es um das Kloster Maulbronn gibt. So soll es zum Beispiel eine Maultier gewesen sein, das im 12. Jahrhundert mit seinen Hufen eine Wasserquelle freilegte, und just an dieser Stelle wurde das Kloster errichtet. Oder hast du schon mal vom Wunder von Heilbronn gehört? Einmal im Jahr, am 21.Juni zwischen 11 und 12 Uhr, scheint die Sonne (so sie denn scheint) genau so durch ein Kirchenfenster, dass die Dornenkrone der großen Christusstatue in der Kirche rot leuchtet und wie Blut aussieht. Das ist fast ein bisschen gruselig, findest du nicht? IMG_7617

Dann gibt es auch noch die Geschichte von Doktor Faustus, den Wunderheiler und Alchemisten, der angeblich seinerzeit in dem nach ihm benannten Faust-Turm gelebt und gearbeitet hat und Goethe als Vorbild für sein Buch diente.IMG_4419

Oder hast du schon mal von „Maultaschen“ gehört? Na, woher kommen die wohl? Genau, aus MAULbronn. Und weißt du, was es damit auf sich hat? Früher durften die Mönche in der Fastenzeit ja kein Fleisch essen. Ein besonders findiger Mönch kam aber zu einem Stück Fleisch, das er natürlich auch nicht entsorgen wollte, und so hat er es faschiert und unter Gemüse gemischt. Und damit Gott nicht sah, dass die Mönche in der Fastenzeit Fleisch aßen, wurde es in Nudelteig eingepackt und dann eben so verspeist. Wir haben es den Mönchen gleich getan und konnten es uns natürlich nicht nehmen lassen, diese Spezialität im Klosterrestaurant zu probieren. Das Lokal geht zwar schon als ziemlich „touristisch“ und eher hochpreisig durch, aber die Maultaschen waren ausgesprochen lecker. Und so hat sich’s ja doch gelohnt.IMG_E7645

Tja, du siehst also, dieser Besuch war durchaus amüsant und kurzweilig und hat uns allesamt begeistert. Muss man irgendetwas mit Religion am Hut haben, um dem Kloster Maulbronn einen Besuch abzustatten? Absolut nicht, die ganze Anlage an sich ist wirklich sehenswert. Wenn du also mal in der Nähe bist, schau vorbei, ich bin mir sicher, es wird dich genau so begeistern wie uns. Halbstarke, die nach dem Besuch meinen „war schon cool“, sind doch der beste Beweis dafür!

Praktische Informationen:

Öffnungszeiten:

1. März bis 31. Oktober Mo-So 9 – 17.30 Uhr, 1. November bis 28. Februar Mo-So 9 – 17 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene: 7,50 €, Ermäßigt 3,80 €

Homepage: www.kloster-maulbronn.de

Hast du noch mehr Lust auf tolle Bauwerke? Vielleicht ist ja das etwas für dich:

 

 

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Fotochallenge Buchtitel

Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel…
und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen.
Walt Disney (1901-1966)

In diesem heutigen Artikel gibt es keinen reinen Reisebericht, sondern etwas noch viel Spannenderes! Selda von Travellife hat zu einer Foto-Challenge aufgerufen, einer, die mir super gut gefallen hat, seit ich das erste Mal davon gehört habe. Ziel ist es, Bilder zu 9 verschiedenen Buchtiteln zu finden und eine kleine Geschichte dazu zu erzählen. Und da das Lesen neben dem Reisen zu meinen großen Leidenschaften gehört, – vielleicht ist dir ja schon mal aufgefallen, dass ich auch hier am Blog eine Rubrik mit Suchtipps eingerichtet habe… diese habe ich zugegebenermaßen bis jetzt aber ziemlich vernachläßigt… – ist diese Challenge ja wirklich wie für mich gemacht, findest du nicht? Also, los geht’s, mal schauen, welche Bücher da so zur Auswahl stehen. Vielleicht ist ja sogar das ein oder andere dabei, das du schon Gelesen hast?

1. Das Café am Rande der Welt  (John Strelecky)

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Dieses kleine, entzückende Café befindet sich auf der Insel Sandhamn, weit draußen im SCHÄRENGARTEN vor Stockholm. Ich liebe STOCKHOLM und wann immer ich dort bin, gehört ein Besuch der Inselwelt für mich einfach dazu, das ist Schweden, wie man es sich vorstellt. Und eine Fika, eine schwedische Kaffeejause mit Zimtschnecke und Häferlkaffee im Café Strindbergsgården ist einfach Idylle pur. Falls du jetzt Lust auf einen Ausflug nach Sandhamn bekommen hast, kannst du das auch literarisch machen. Viveca Sten hat eine wunderbare Krimireihe um den Kommissar Thomas Andreasson geschrieben, die auf dieser kleinen, pittoresken Insel spielt.

2. Der Gott der kleinen Dinge (Arundhati Roy)

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Du hast geglaubt, ein Vulkan wäre etwas ganz, ganz Großes? Ätsch, Irrtum! Es gibt auch winzig kleine Vulkane – und doch sind sie ganz echt und dürfen sich auch wirklich „Vulkan“ nennen und sie stehen ihren „großen Brüdern“ an Faszination um nichts nach. Dieser Schlammvulkan ist in ASERBAIDSCHAN zu finden und er ist – so wie die vielen anderen Vulkane um ihn herum – gerade mal 2-3 m hoch. Sie blubbern eifrig vor sich hin und immer wieder bricht einer von ihnen aus und versprüht eine ordentliche Ladung Schlamm. Ein wirkliches Naturschauspiel, das uns lange in seinen Bann gezogen hat. Na, das sind doch kleine Götter unter den Vulkanen, findest du nicht?

3. Das Labyrinth der Wörter (Marie-Sabine Roger)

Zu diesem Thema reicht ein Bild natürlich nicht aus – das wäre ja viel zu übersichtlich und von einem Labyrinth meilenweit entfernt. Wohin begibt man sich aber, wenn man auf der Suche nach Wörtern ist? Klar – nach WEIMAR , wo Goethe, Schiller & Konsorten wirklich wahre Labyrinthe im Wortdschungel erschaffen haben. Und mit Recht wird ihrer dort quasi an jeder Hausecke gedacht.

4. Die weiteren Aussichten (Robert Seethaler)IMG_3002

Also ganz ehrlich, eine viel weitere Aussicht als hier im Rila-Gebirge im Süden Bulgariens habe ich selten genossen. Und auch kaum eine schönere! Die Aussicht will allerdings verdient sein, vor allem für jemanden wie mich, der kein absoluter Bergfex ist. Der Rila-Nationalpark bietet unzählige Wandermöglichkeiten, eine der mit Recht beliebtesten ist diese hier zu den 7-Rila-Seen. Das erste Stück geht es mit einem Sessellift hinauf auf etwa 2000 m – dann geht es zu Fuß weiter an den 7 Seen vorbei bis zum Gipfel, von wo aus man mit einem herrlichen Blick über alle 7 Seen belohnt wird.

5. Der Schatten des Windes (Carlos Ruiz Zafon)

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Dies ist eines meiner absoluten Lieblingsbilder von mir und meinen 3 Söhnen. Im Frühjahr haben wir die ALGARVE bereist und wurden am Cabo de São Vicente von Windböen empfangen, die uns beinahe das Fürchten lehrten. Aber nur fast, denn gemeinsam sind wir 4 super-stark und haben uns dem Wind ganz einfach entgegengestellt.

6. Bruno, Chef de Police – Delikatessen (Martin Walker)

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Dies ist ein Foto aus heimischen Gefilden – man muss ja nicht immer weit reisen um Herrliches zu genießen. Am BRUNNENMARKT in Wien-Ottakring treffen viele Kulturen aufeinander und bieten das feil, was ihre Heimat an Delikatessen her gibt. Da finden sich neben exotischem Obst arabische Gewürze, türkische Dönerbuden wechseln sich mit heimischen Würstelständen ab. Und dazwischen finden sich Menschen aus aller Herren Länder, die ebenfalls eine delikate Mischung abgeben. Definitiv ein Erlebnis für jeden Wien-Besucher!

7. Das Paradies ist anderswo (Mario Vargas Llosa)

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Im Juni dieses Jahres bereiste ich die Republik Moldau. Es war ein sehr interessanter und einprägsamer Tripp mit durchaus auch schönen, großteils aber auch sehr bedrückenden Impressionen. Selten habe ich so viel Armut auf einmal gesehen – und das noch dazu nur eine gute Flugstunde von Wien entfernt. Für mich selbst liegt das Paradies definitiv anderswo als im ärmsten Land Europas – seine Einwohner haben  aber vielleicht auch dort ihr ganz eigenes kleines Paradies gefunden. Denn was man braucht um glücklich zu sein, ist wirklich eine sehr persönliche Sache

8. So eine lange Reise (Rohinton Mistry)

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Mit meiner Freundin Karin habe ich im Mai JORDANIEN unsicher gemacht. Wir haben ein Auto gemietet und sind quasi das ganze Land abgefahren, vom Norden bis ganz in den Süden ans Rote Meer, vom Toten Meer im Westen bis tief in die Wüste hinein in den Osten des Landes. Eine tolle, unvergessliche Reise, die uns aber auch an Orte geführt hat, mit denen wir nicht wirklich gerechnet haben. Und hier entstand, ziemlich weit weg von jeglicher Zivilisation und eigentlich schon fast am Ende einer langen Reise, dieses Foto unweit der Grenzen zu Saudi-Arabien und dem Irak.

 9. Selfies (Jussi Adler-Olsen)IMG_9115

Ja, dieses Foto ist ein Selfie, und es macht auch gar keine Anstalten, dies zu verbergen. Es stammt noch aus einer Zeit, in der Selfies nicht so ganz selbstverständlich auf der Tagesordnung standen, weil die Handys damals einfach noch nicht so tipp-topp Kamerafunktionen hatten, wie heute. Aufgenommen habe ich das Bild auf dem Autoreisezug nach Sylt während der Fahrt über den Hindenburg-Damm nach einer durchwachten Nacht, in der uns ein fürchterlicher Sturm beinahe unser Zelt verblasen und zu einem vorzeitigen Aufbruch gezwungen hat. Und kaum waren wir mit Sack und Pack auf den Zug verladen, kam auch tatsächlich die Sonne wieder heraus!

Na, neugierig geworden auf das ein oder andere Buch, von dem hier die Rede ist? Welche spannenden Bücher fallen dir sonst noch ein, die das Thema „Reisen und Lesen“ verbinden? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar. Und wenn du gerne sehen möchtest, welche Bilder andere Blogger für diese Challenge aus ihrem Schatzkästchen hervor gekramt haben — hier geht’s lang zu Seldas Fotochallenge!

Besonders schön finde ich übrigens die Bilder von

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STOCKHOLM – einmal und immer wieder

Reisen – es lässt dich sprachlos, dann verwandelt es dich in einen Geschichtenerzähler. Ibn Battuta (1304 – 1377)

Es gibt diese Orte, Städte, Plätze, an denen man sich sofort zu Hause fühlt, an denen man glaubt, bereits ewig dort gewesen zu sein, obwohl man gerade erst angekommen ist. Diese Orte, die man glaubt, schon so gut zu kennen und doch immer wieder Neues entdecken zu wollen. Weißt du, was ich meine? Bestimmt hast du auch so einen Lieblingsplatz irgendwo auf der Welt. Wien mag ich sehr, sehr gerne, es ist mein Zuhause geworden. Auch nach Mitterbergholz, in das kleine Dorf in Oberösterreich, in dem ich aufgewachsen bin, verschlägt es mich immer wieder. Und gleich danach kommt für mich in der Liste der ganz besonderen Orte Stockholm.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es ist ganz unmöglich, dir meine Begeisterung für Stockholm in einem Beitrag zu vermitteln. Ich möchte dir daher hier Grundsätzliches über die Stadt erzählen, in einem weiteren Artikel kommt dann das Wichtigste für deinen ersten Besuch in Stockholm und ein bisschen später dann Dinge, für die du vielleicht erst bei einem weiteren Abstecher in Schwedens Hauptstadt Zeit finden wirst.IMG_7648

Zum ersten Mal war ich während einer Interrail-Reise völlig ungeplant in Stockholm. Das war 1998. Einer meiner Reisebegleiter hatte seinen Reisepass verloren, sodass wir  – eigentlich auf dem Weg nach Norwegen – einen Umweg über Stockholm machen mussten und dort ein paar „Extra-Tage“ verbringen mussten, bis der Ersatzpass ausgestellt war. Damals hab ich mich in Stockholm verliebt und gehofft, bald wieder dorthin zurück zu kommen.

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Im Jahr darauf habe ich mit einer lieben Kollegin einen ganzen Sommer dort verbracht. Wir machten ein Praktikum in einem Krankenhaus und haben so das Leben in dieser bezaubernden Stadt nicht nur als Touristen sondern auch im Alltag kennengelernt. Da wir in diesem Sommer keine Wohnung hatten und ein Hotel für uns Studenten für 2 Monate zu teuer gewesen wäre, durften wir in den Wohnungen der Kollegen wohnen, die gerade auf Urlaub waren uns so ihre Wohnungen bzw. Häuser nicht brauchten – zum Housesitting sozusagen. Wir sind in diesem Sommer jede Woche umgezogen, was zwar anstrengend war, aber auf diese Weise hatten wir Gelegenheit, sehr viele Ecken von Stockholm zu entdecken und die Schweden in ihrem Alltag zu beobachten.IMG_7762

Seit diesem einprägsamen Sommer bin ich unzählige Male nach Stockholm zurück gekehrt. Mit Freunden, mit den Halbstarken und gerne auch alleine. Über die Jahre habe ich so meine Lieblingsplätzchen in Stockholm gefunden, an die ich fast jedes Mal zurück kehre, wenn ich in der Stadt bin. Und obwohl ich schon so oft dort war, entdecke ich doch bei jedem Besuch immer wieder Neues.IMG_7764

Ich wurde schon oft gefragt, wann denn Stockholm am schönsten sei. Nun, ich finde, es hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz (außer vielleicht im grauen November, aber wo ist es denn da auch schon wirklich schön…), aber wenn du das erste Mal nach in diese Stadt fährst, würde ich dir Juni oder Juli empfehlen. Da ist das Wetter warm und beständig und die Tage sind einfach endlos lang. Aufgrund seiner Lage gibt es zwar keine Mitternachtssonne zu sehen, dafür müsste man doch noch deutlich weiter nördlich bis über den nördlichen Polarkreis fahren, aber so ganz dunkel wird es zu dieser Jahreszeit in Stockholm nicht (toll, für Touristen, man kann ECHT viel unternehmen an so einem langen Tag, eher weniger schön, wenn man trotzdem am nächsten Morgen in die Arbeit gehen muss…). Das Leben in der Stadt spielt sich von Mai – August hauptsächlich im Freien ab, was nocheinmal speziell zu der tollen Stimmung beiträgt. Es gibt Freiluftfestivals, unzählige Schanigärten und die Schweden zieht es wirklich nach draußen, so oft es nur irgendwie geht. Der besondere Reiz Stockholms geht für mich vom Wasser aus. Die Stadt ist ja auf 14 Inseln erbaut und gleich an Stockholm anschließend beginnt der SCHÄRENGARTEN, der einen ganz großen Teil des Charms der schwedischen Hauptstadt ausmacht.img_8027

Auch im Winter finde ich Stockholm ganz bezaubernd. Wenn die Nächte lang werden hüllt sich die Stadt in ein Lichtermeer und versprüht damit eine unglaubliche Gemütlichkeit. Die unzähligen Weihnachtsmärkte, die dann in der Stadt – einer der stimmungsvollsten ist natürlich auf dem Stortorget in der Altstadt „Gamla Stan“ – verteilt sind, laden ein, eine Tasse herrlichen Glögg (ungefähr so etwas wie unser Glühwein) und Pepparkakar, Pfefferkuchen, zu probieren.img_4199.jpg

Aber egal, für welchen Zeitpunkt du dich für deinen Stockholm-Besuch entscheidest, ich bin mir fast sicher, du wirst von dieser Stadt begeistert sein.IMG_1979

Die Orientierung in Stockholm ist einfach. Internationale Flüge kommen fast immer am Flughafen Arlanda an. Von dort fährst du am besten mit den Flygbussarna, den Flughafenbussen ins Zentrum. Die sind verhältnismäßig günstig (Tickets gibt es direkt am Flughafen oder – etwas günstiger noch – über die Homepage des Unternehmens), du musst dafür mit ca. 200 SKR für ein Retourticket rechnen. Busse fahren alle 10 min bis direkt zum Busterminal in der Stadt. Eine andere – etwas schnellere, dafür aber mit 540 SKR hin und retour doch deutlich teurere Variante ist der Arland Express. Die Version Taxi gibt es natürlich auch noch, aufgrund der Entfernung in die Stadt von über 40 km ist dabei jedoch mit mindestens 500 SKR für eine Strecke zu rechnen.IMG_7472

Jedes dieser Verkehrsmittel bringt dich direkt in das Zentrum der Stadt zum sogenannten Cityterminalen, dort treffen Züge, Busse und die U-Bahn, die „Tunnelbana“ (daher sind die Haltestellen auch immer mit einem T gekennzeichnet) aufeinander. Im Stadtzentrum bewegst du dich am besten zu Fuß, die Entfernungen sind nicht allzu weit und es macht große Freude, die kleinen Gässchen zu entdecken oder an den Ufern entlang zu promenieren. Je nachdem, wo dein Hotel liegt oder was du sonst noch gerne ein bisschen außerhalb des Zentrums unternehmen möchtest, wirst du aber vielleicht doch ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel brauchen. Dieses kaufst du in Form einer wiederaufladbaren Plastikkarte entweder an den Schaltern der U-Bahn oder in den Trafiken. Es gilt immer sowohl für die Tunnelbana, als auch für Busse und die Fähre zur Insel Djurgarden. Eine U-Bahnfahrt in Stockholm ist ein wahres Erlebnis, sind doch fast alle Stationen von Künstlern gestaltet worden und wenn du ein bisschen Zeit hast – oder einen kurzen Regenschauer überbrücken möchtest – kann ich dir eine kleine Rundfahrt (besonders schön ist zB die Stationen Kungsträdgården, Stadion oder T-Centralen) nur wärmstens empfehlen.IMG_4093IMG_4111

Stockholm eilt der Ruf voraus, teuer zu sein. Das stimmt in gewissen Bereichen sicher, vor allem Restaurantbesuche sind mir immer sehr kostspielig vorgekommen. Man kann sich aber damit behelfen, von den preiswerteren und durchwegs schmackhaften Mittagsmenüs Gebrauch zu machen, die oftmals angeboten werden und meistens neben der Hauptspeise auch Knäckebrot – ja, die Schweden lieben es! – Salat und Kaffee beinhaltet. Wobei Kaffee, das muss ich bei aller Liebe zu Stockholm schon sagen, für Kenner der Wiener Kaffeehausszene und vor allem Kaffeeauswahl,  in erster Linie einmal enttäuschend ist, da hier vornehmlich Filterkaffee serviert wird. Und das in rauen Mengen, die Schweden sind ja mit dem Pro-Kopf-Kaffee-Konsum gaaaanz weit vorne. Schön langsam etablieren sich Cappuccino, Latte & Co auch in den Kaffeehäusern, man muss aber oft extra nachfragen.img_6685.jpg

Noch etwas ist wichtig, worauf du  vorbereitet sein solltest, wenn du nach Stockholm (oder nach Schweden generell) fährst: Steck deine Kreditkarte ein! Nicht, um dort Unsummen auszugeben oder die teuersten Shops zu plündern, sondern für den Alltag, denn es gibt dort kaum mehr Bargeld. Jede kleinste Summe wird dort am liebsten mit der Kreditkarte bezahlt, manche Geschäfte oder Lokale akzeptieren nicht einmal mehr Bargeld.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ich wurde schon oft gefragt, wo man in Stockholm am besten nächtigt. Nun, wie in jeder Großstadt gibt es unzählige Hotels, Hostels und Pensionen, in denen man unterkommen kann und allgemein ist der Standard gut und mit dem zu vergleichen, was wir im deutschsprachigen Raum so kennen. Was mir aber wirklich gut gefällt, weil es etwas ganz Besonderes ist, ist das Hotel bzw. Hostel Långholmen, ein aufgelassenes Gefängnis, in dem man in kleineren (im Hotelbereich) oder Mehrbett-Zellen (im Hostelteil) untergebracht ist. Und ganz, ganz toll ist auch der Dreimaster Af Chapman, der direkt vor der Insel Skepsholmen vor Anker liegt und auf dem man wie ein echter Klabautermann seine Nächte in einer Kabine verbringen kann.IMG_2111.jpg

So, nun bist du also gut angekommen, hast dein Quartier bezogen und deine Kreditkarte und ein Tunnelband-Ticket hast du auch in der Tasche. Dann können wir uns ja auf den Weg zum Sightseeing machen!

Los geht’s, hier geht es weiter zu unserer gemeinsamen Entdeckungsreise!

 

 

 

 

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STOCKHOLM – Sightseeing Tour auf 14 Inseln

Fahre in die Welt hinaus. Sie ist fantastischer als jeder Traum. Ray Bradbury (1920 – 2012)

In meinem letzten Beitrag habe ich ja schon begonnen, dir Stockholm ein bisschen vorzustellen. Nun wollen wir uns aber auf den Weg machen und uns gemeinsam auf eine Sightseeing-Tour begeben. Stockholm ist sehr vielfältig und es wird nicht gelingen, in ein paar Tagen ALLES zu sehen. Aber ein paar Dinge gibt es doch, die du auf keinen Fall verpassen solltest. Bereit?OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Jeden Touristen verschlägt es automatisch in die Altstadt, Gamla Stan. Und das ist gut so! Gamla Stan ist entzückend! Auf einer eigenen kleinen Insel gelegen, ist die Altstadt sehr überschaubar und du kannst dich dort nicht verlaufen. Das Herz von Gamla Stan ist der Stortorget, der „Große Platz“, den du bestimmt von Postkarten kennst, die alten Häuser in allen möglichen Rot- und Gelbtönen sind quasi ein Wahrzeichen der Stadt. Im Sommer laden die zahlreichen Cafés und Restaurants auch zum Heraußen-Sitzen ein und auch wenn alles dort ein bisschen teurer ist, als im Rest der Stadt: die Stimmung ist großartig und es macht Spaß aus erster Reihe dem bunten Treiben zuzusehen.

Nimm dir danach die Zeit, dich durch die kleinen Gässchen treiben zu lassen. Das ist meine allerliebste Beschäftigung in Stockholm, es gibt ja so vieles zu entdecken! Hast du die Mårten Trotzig Gränd, die mit 90 cm engste Gasse der Stadt gefunden?

Wenn du vom vielen Bummeln müde wirst, kann ich dir eine kleine Pause im Cosy Café in der Stora Nygatan 42 empfehlen (dort gibt es „richtigen Kaffee“, was in Schweden ja nicht immer selbstverständlich ist…) oder, für die Verspielten, im Muminkaffe, wo sich alles um die süßen Gesellen, die Mumins dreht.

Die ganz großen Sehenswürdigkeiten der Altstadt, wie den Riksdagen, den schwedischen Reichstag, das Kungliga Slottet, das Schloss, die Storkyrka oder die Klara Kyrka hast du bestimmt in der Zwischenzeit auch schon entdeckt. Die Wachablöse findet im Sommer übrigens täglich um 11.45 (sonntags um 12.45) statt.IMG_7551

Spazierst du von der Altstadt über die Brücke „Strömbron“, kommst du – vorbei an der Oper – direkt zum Kungsträdgården. Dort ist im Sommer so richtig was los! Konzerte und diverse Festivals finden dort statt, und die Schweden lieben es, sich dort zu treffen! Im Winter findest du dort auch einen kleinen Eislaufplatz, auf dem du – bei freiem Eintritt – deine Runden drehen kannst.IMG_2003

Ein paar Meter weiter den Kai entlang findest du die Abfahrtsstelle der Waxholmfähren. Für mich ist eine der ganz großen Besonderheiten an Stockholm die Lage am Wasser. Der Schärengarten liegt direkt vor den Toren der Stadt und um die Atomsphäre Stockholms so richtig kennen zu lernen, solltest du unbedingt eine Schifffahrt hinaus in die Inselwelt einplanen. Such dir dafür einen sonnigen Tag aus – das ist dann Schweden wie aus dem Bilderbuch!

Folgst du dem Kai weiter kommst du zur Skeppsholmsbron, die auf die gleichnamige Insel führt. Der Dreimaster, der dort vor Anker liegt, ist nicht zufällig gerade da, nein, der ist hier festgemacht und beherbergt die beliebte Jugendherberge Af Chapman (nicht nur für Youngsters geeignet, sondern für alle, die Lust darauf haben, mal auf einem echten Segelboot zu übernachten…). Auf Skeppsholmen befindet sich das Moderna Museet – und ein Foto auf der Brücke mit der goldenen Krone ist natürlich auch für denen richtigen Touristen Pflicht!IMG_6726IMG_7463

Viel Zeit solltest du einplanen, bevor du dich nach Djurgården begibst, denn dort gibt es jede Menge zu tun. Die Insel, der „Tiergarten“, ist das grüne Herzen Stockholms und die Einheimischen lieben es, dort zu joggen oder Rad zu fahren. Vielleicht magst du dich ja auch sportlich betätigen und eine Runde radeln? Gleich nachdem du die Brücke Djurgårdsbron überquert hast, findest du einige Radverleihe.

Und danach geht’s ab in die Museen! Das Vasamuseum solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Es ist sensationell, wie gut das Schiff, das 1628 auf seiner Jungfernfahrt, die aufgrund eines Konstruktionsfehlers nur ein paar Meter weit glückte, rekonstruiert wurde. 333 Jahre lag die alte Lady unter Wasser, bevor sie gehoben, und aus fast lauter Originalteilen wiederaufgebaut wurde. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene übrigens 130 sek und du solltest mindestens 1,5 Stunden für den Besuch des Museums einkalkulieren.IMG_7494

Unmittelbar daneben befindet sich das ABBA-Museum. Der Schwedischen Kaltband sollte man wohl auch unbedingt einen Besuch abstatten und sich eine Runde Karaoke genehmigen… Das Museum ist toll und sehr interaktiv gestaltet und auch wenn es mit 250 sek ziemlich teuer ist, ich finde, es lohnt sich auf jeden Fall!IMG_7875

Etwas ganz Besonderes ist der Skansen, eine Mischung aus Freilichtmuseum und Tiergarten. Alte Gebäude aus ganz Schweden wurden dort original wieder aufgebaut, teilweise gibt es auch Handwerks- oder Tanzvorführungen und es finden auch große Konzerte dort statt. Der Tiergartenteil ist liebevoll gestaltet und zeigt die meisten heimischen Tiere Skandinaviens und vom obersten Hügel des Geländes hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt. Im Skansen kann man einen ganzen Tag verbringen und immer wieder Neues entdecken. Für die Kurzversion solltest du dir aber auf jeden Fall 3 Stunden Zeit nehmen, damit du dir einen schönen Überblick verschaffen kannst.

Wer ein bisschen „Action“ braucht, sollte sich einen Abstecher nach Gröna Lund, den Vergnügungspark der Stadt, nicht entgehen lassen. Der Eintritt beträgt 110 skr und man kann dort entweder jede Fahrt einzeln bezahlen oder sich – für die ganz Mutigen – ein Ticket kaufen, bei dem alle Fahrten inkludiert sind.IMG_8112

Ein Stadtteil, der sich in den letzten Jahren sehr gemausert hat und unbedingt einen Besuch Wert ist, ist Södermalm, von den Einheimischen liebevoll Söder oder SoFo genannt. Am besten du nimmst die U-Bahn und fährst bis zum Medborgarplatsen. Im Viertel um den Platz spielt sich momentan das Stockholmer Nachtleben ab und es finden sich unzählige nette Lokale, aber auch tagsüber ist immer etwas los. Eine Pause in Gildas Rum, einem etwas kitschigen, aber sehr, sehr netten Café ist immer eine gute Idee für eine „Fika“. So nennen die Schweden übrigens die Kaffeepause, die ihnen heilig ist und zu der es traditionell außer Kaffee auch noch die beliebten Zimtschnecken, die „Kanelbullar“ gibt.

Wunderschön auf Södermalm ist auch ein Spaziergang entlang des Katarinavägen bzw. Fjällgatan. Man wandert da hoch über der Stadt am Wasser entlang und hat einen herrlichen Blick auf Gamla Stan – ideal für alle, die es gerne etwas romantisch haben. Den Sonnenuntergang von dort aus zu beobachten, ist wirklich idyllisch!IMG_7945

Wenn du nach all den Besichtigungen noch ein bisschen Zeit hast, bietet sich ein kleiner Abstecher zum Schloss Drottningholm, dem Wohnsitz der Königsfamilie an. Schloss Drottningholm liegt westlich von Stockholm im Mälaren See und ist mit der Tunnelbana (Station Brommaplan) und dann weiter mit dem Bus oder mit Ausflugsschiffen, die vor dem Stadshuset abfahren, zu erreichen. Das Schloss selbst zählt zum UNESCO Welterbe und der umliegende Park ist ein beliebtes Ausflugsziel nicht nur für Touristen.IMG_7800

Nun gut, ich denke die wichtigsten Sehenswürdigkeiten für deinen ersten Stockholm-Besuch habe ich dir nun vorgestellt. Aber Stockholm hat natürlich noch viel mehr zu bieten – mehr darüber erzähle ich dir gerne das nächste Mal 😉

Aber vielleicht warst du ja ohnehin schon mal selbst in Stockholm. Was sind deine liebsten Orte in dieser schönen Stadt? Ich freue mich sehr auf deine Tipps!

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Veröffentlicht in Allgemein, Stadt-Reise

Comic-Walk BRÜSSEL – auf den Spuren von Asterix,Tim & Struppi, Lucky Luke & Co

I’m a poor lonesome cowboy and a long way from home! Lucky Luke

Eine besondere Attraktion in Brüssel ist der sogenannte Comic Walk. Öffentlich zugänglich wurde eine Route in der Stadt angelegt, an der man während eines 5 km langen Spazierganges an über 40 Fassaden vorbei kommt, die mit den unterschiedlichsten Comic-Helden verziert sind.IMG_0530

Ausgehend von der Touristeninformation im Herzen Brüssels in der Rue Royale, wo man auch den zugehörigen Plan ausgehändigt bekommt, spaziert man gemütlich durch die Stadt. Man kommt dabei abgesehen von Orten, die man ohnehin besuchen möchte, auch in kleine Gässchen und Gegenden, die man ansonsten vielleicht nicht auf seinem Programm hätte.IMG_0529IMG_0528

Vorbei an Tim und Struppi und Asterix begegnet man auf der Strecke an den Fassaden den unterschiedlichsten Helden. Lucky Luke ist ebenso anzutreffen wie die Schlümpfe und Massupilami oder für uns eher unbekannte Gestalten wie Rick Hochet oder Le Jeune Albert.

Ein besonderer Spaß ist der Rundgang natürlich für Kinder, die plötzlich ganz freiwillig und ohne zu jammern durch die Stadt marschieren – immer auf der Suche nach dem nächsten Comic. Die Jagd danach wurde bei uns zu einem richtigen Wettkampf. Ganz nebenbei kommt man übrigens auch an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei und bekommt einen schönen Eindruck von der Atmosphäre in Brüssel.IMG_0525

Als Abschluss bietet sich noch ein Besuch des Comic Museums in der Zanderstraat 20 rue des Sables an, wo man noch einmal in aller Ruhe verschiedenste Exponate der einzelnen Helden bestaunen kann. Es lohnt sich übrigens auch ein Blick auf das Gebäude selbst, befindet sich das Belgische Comic Zentrum doch in einem Jugendstil-Gebäude von Victor Horta.IMG_0523

Eine spannende Sache, diese Comics! Für uns haben sie Brüssel unvergesslich gemacht und eine schöne Abwechslung in unsere Städtetour gebracht.

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VOLKSGARTEN – Sah ein Knab‘ ein Röslein stehen…

Der Duft der Blumen ist weit süßer in der Luft als in der Hand. Sir Francis von Verqualm Bacon (1561 – 1626)

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Manchmal nach dem Nachtdienst hab ich ganz komische Anwandlungen. Zeitweise bin ich zwar richtig produktiv und erledige allerhand, meistens verbringe ich meine Zeit aber eher planlos. Ab und zu mach ich auch Shoppingtouren und kaufe Dinge, die ich nie im Leben brauche. Letztens aber hatte ich eine ganz romantische Ader und bin durch den Volksgarten hier in Wien spaziert. Da blühen um diese Zeit nämlich (noch) die Rosen. Es ist einfach gaaaanz wunderschön und duftet und man möchtet fast nicht mehr weg. Und weil ich so begeistert war (was nicht nur daran lag, dass ich halt ein bisschen übernächtig gewesen bin), nehme ich dich heute mit auf einen Fotobummel durch den Volksgarten. Einfach zum Schauen und Genießen! Vielleicht kriegst du ja selbst dann Lust, auch einmal hinzukommen.

Die schönste Zeit ist übrigens bis Mitte Juni, wenn die Rosen in voller Blüte stehen. Aber auch jetzt noch lohnt es sich auf jeden Fall, den Volksgarten zu besuchen und einfach ein bisschen zu verweilen. Den „guten alten“ Goethe nehme ich übrigens gleich mit auf meinen Spaziergang durch das Rosarium, findet sich doch im Volksgarten sein lieber Freund Grillparzer wieder.

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Heidenröslein (Johann Wolfgang von Goethe 1749 – 1832)

Sah ein Knab ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu sehn,
Sah’s mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Knabe sprach: „Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden.“
Röslein sprach: „Ich steche dich,
Dass du ewig denkst an mich,
Und ich will’s nicht leiden.“
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Und der wilde Knabe brach
’s Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihm doch kein Weh und Ach,
Musst es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

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Der Volksgarten – für alle Nicht-Wiener unter meinen Lesern – befindet sich in wunderschöner Lage eingebettet zwischen Hofburg, Burgtheater,  Rathaus, dem Parlament und den großen Museen und ist für keinen Wien-Besucher zu verfehlen.

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Blick auf das Parlament
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Das Naturhistorische Museum

Übrigens: wer besonders romantisch veranlagt ist oder jemandem gedenken möchte, kann auch die Patenschaft für eine Rose übernehmen. Für 350 € kann man für 5 Jahre ein Schild mit eigenem Text an einer Rose anbringen lassen. Wenn man ein bisschen Zeit hat, lohnt es sich, inne zu halten und sich die Tafeln etwas genauer anzusehen. Manch Lustiges, Trauriges und Kurioses ist dabei zu entdecken.

„Abraham Darby“,  „Romantica“, „Flamingo“ – lustige Namen haben sie übrigens, diese Rosen. Und angeblich gibt es an die 300 verschiedene Arten dort und insgesamt knapp 4.000 einzelne Rosenstöcke.

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Als auffälligstes Bauwerk befindet sich im Volksgarten übrigens der 1819-1823 erbaute Theseustempel, der durch seine Schlichtheit besticht und immer wieder unterschiedliche Ausstellungen beherbergt.

Volksgarten
Theseustempel, dahinter das Rathaus

Und falls du eher an wilde Partynächte denkst, wenn du „Volksgarten“ hörst – auch da liegst du richtig. Gleich am Eingang des Volksgartens liegt die berühmt berüchtigte Club-Disco, in der der ein oder andere schon gerne mal das Tanzbein schwingt…

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Von April bis Oktober ist das Rosarium im Volksgarten übrigens von 6 bis 22 Uhr geöffnet, in den Wintermonaten schließt es schon um 17.30 Uhr (falls du den Rosen beim Winterschlaf zusehen möchtest…)

IMG_3218Die Rosen kenne ich nun also und ich werde bestimmt wieder kommen. Nach dem nächsten Nachtdienst hab ich allerdings was ganz anderes vor…

Was du nach einem Besuch im Rosarium in Wien noch unternehmen kannst:

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Fotoparade 1/2017

Das Wesen des Menschen bei der Aufnahme sichtbar zu machen, ist die höchste Kunst der Fotografie. Friedrich Dürrenmatt (1921 – 1990)

Meine Lieben!

Es gibt etwas Neues hier in der Blogger-Welt, das ich unbedingt mit euch teilen will! Michael von Erkunde die Welt hat zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Einmal halbjährlich veranstaltet er die Fotoparade, bei der viele, viele Blogger ihre schönsten Fotos zu verschiedenen Kategorien zeigen. Na, das ist ja wohl eine Herausforderung und es war gar nicht so einfach, zu jedem Thema ein passendes Foto aus meinen vielen, vielen Gigabytes heraus zu kramen. Aber seht selbst, wofür ich mich entschieden habe…

UNGEWÖHNLICHIMG_8397

Dieses Foto habe ich für euch ausgewählt, aus Vorfreude auf einen meiner nächsten Artikel. Wollt ihr raten, wo ich im März war? Richtig, in Barcelona! Das Bild wurde im Park Guëll aufgenommen und es zeigt das Dach des Eingangsgebäudes – entworfen von Antoní Gaudí Anfang des 20. Jahrhunderts. Ich hab mich ja ein bisschen darüber geärgert, dass man für den Park jetzt Eintrittsgeld bezahlen muss (das war bei meinem letzten Besuch noch nicht so…), aber Gaudís Werk ist so ungewöhnlich, dass ich nun doch bald darüber schreiben mag…

ENTSPANNTIMG_2514

Bei diesem Bild, dass meine lieben Leser ja schon von der Geschichte über Jordanien kennen, war ich ein bisschen unschlüssig, ob ich es besser für die Rubrik „außergewöhnlich“ oder „entspannt“ verwenden sollte. Irgendwie passt es für beides. Es war unglaublich entspannend, sich von einem Kamel durch die Wüste tragen zu lassen – zumindest die erste halbe Stunde, bis mir die Beine dann eingeschlafen sind. Und außergewöhnlich war es auch, die Welt mal aus der Perspektive von einem Kamelrücken zu sehen. Mehr Fotos von meiner tollen Jordanien-Reise gibt es hier:

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Auch dieses Foto entstand bei meiner Reise nach Jordanien. Es zeigt das Kloster in Petra, der alten Felsenstadt. Um nach Petra zu kommen muss man erst einmal über SEHR gewundene und auch für bergerprobte Autofahrer beängstigende Serpentinen fahren. Wenn man dann dort angekommen ist, steht einem ein Fußmarsch durch den eindrucksvollen Siq bis nach Petra bevor. Dort wandert man dann durch die ganze Anlage (und die ist riiiiesig), quasi bis ans andere Ende. Und dort steigt man noch mal 45 min in der prallen Sonne – bei unserem Besuch hatte es 43 °C – auf einen Berg hinauf. All das lohnt sich aber für DIESEN Anblick, oder? Also, wenn das nicht als „fern“ durchgeht…

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Bratislava Ende Jänner. Gemeinsam mit meiner Freundin Petra verbrachte ich ein Wochenende dort. Bratislava ist wunderbar und voll mit unzähligen gemütlichen Lokalen, Bars, Cafés, Restaurants. In der Altstadt gibt es viele kleine Läden, die herrlich zum Bummeln einladen. Wir haben es genossen und hätten beinahe darauf vergessen, auch die Sehenswürdigkeiten Bratislavas abzuklappern. Und so sind wir erst bei Sonnenuntergang auf den Hügel zur Burg hinauf marschiert, wobei dieses Foto entstanden ist. Einen Bericht über Bratislava bin ich euch ja noch schuldig, aber der kommt bald…

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In dieser Kategorie muss ich euch ein Bild zeigen, dass ihr schon kennt. Aber  zum Thema „alt“ ist dieses wohl das Passendste in meinem Repertoire. Im Februar war ich bei meiner Freundin Lizzie in Bath auf Besuch. Und weil ich gerade schon in dieser Ecke der Welt war, musste natürlich ein Abstecher nach Stonehenge unbedingt sein. Die Stimmung hätte nicht besser sein können, ich glaube, ein optimaleres Wetter als an diesem Tag mit Regen, Wolken und Wind als hier hätte man für diesen mystischen Ort nicht wünschen können.

Falls ihr nochmal nachlesen möchtet:

SCHÖNSTES FOTOIMG_8506

Das ist die schwerste aller Kategorien! Ich hab mich aber schlussendlich doch für dieses Bild vom Cabo Saõ Vicente am südwestlichsten Punkt Europas entschieden, weil es einfach soooo wunderschön dort war. Und weil es zwar eine Weile gedauert hat, bis ich die Blumen und die Felsen scharf hinbekommen habe, es am Ende aber doch gelungen ist. Das Panorama dort ist atemberaubend mit steilen Klippen und hohen Wellen und man fühlt sich wahrlich wie am Ende der Welt. Mehr über ein paar wunderschöne Tage im Süden Portugals kannst du hier nachlesen:

Ich war ja immer schon schlecht, wenn es darum ging, mich für etwas zu entscheiden. So auch hier… 6 Kategorien sind einfach zu wenig für die vielen Bilder, die ich ausgesucht habe. Und so hab ich mir gedacht, ich füge einfach nochmal 6 hinzu – meine persönlichen 6 Disziplinen eben. Hier sind sie: „Heimisches – Köstliches – Perspektivisch – Kurios – Stimmung – Panorama“

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Wien hat unglaublich viele schöne Ecken. Dieses Foto entstand im Februar an der alten Donau. Mittlerweile sieht es dort schon wieder ganz anders aus, alles ist grün und Erholungsuchende tummeln sich im und um das Wasser.

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Selten hab ich so gut gegessen, wie an der Algarve. Diese Sardinen sind eine Delikatesse dort und einfach unglaublich lecker!!

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Sieht die Welt nicht gleich ganz anders aus, wenn man sie einmal von einem anderen Blickwinkel betrachtet? Hier seht ihr den Palacio da Pena im kleinen portugiesischen Ort Sintra einmal von ganz weit unten. Ein wahrlich interessantes und farbenprächtiges Gebäude – egal von wo aus man es betrachtet…

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Bei einem Bummel über den Brunnenmarkt in Wien bin ich auf diesen Gesellen gestoßen. Ob der absichtlich dort platziert wurde? Aber der Brunnenmarkt ist ja überhaupt ein Ort, wo sich viele interessante Leute treffen… Seht selbst!

STIMMUNGIMG_7883

Ein bisschen nachdenklich wirkt dieser kleine Junge hier am Kanal in Salisbury in England. Auf einem kurzen Zwischenstop am Weg von Bath nach Stonehenge ist er mir begegnet. Ob er wohl immer noch dort sitzt??

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Das ist nun aber wirklich mein letztes Bild für heute – ein Panorama vom Amphitheater in Amman über die Stadt. Amman selbst ist nicht besonders hübsch (man könnte es auch anders ausdrücken…), aber der Ausblick von dort oben hat doch etwas Bewegendes.

Wenn dir meine Fotos gefallen haben und du Lust auf mehr bekommen hast, dann kann ich dir die Seiten der anderen Teilnehmer an der Fotoparade 1/2017  von Erkunde-die-Welt.de nur wärmstens empfehlen.

Oder vielleicht hast möchtest du ja mit deinem eigenen Blog auch teilnehmen?

Herzliche Grüße, deine Christina

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UNESCO – Stonehenge und Avebury

Wer die Mysterien und deren tieferen Sinn mit den Mitteln der Vernunft ergründen will, zerstört sie. Giacomo Girolamo Casanova (1725-1798)

13 km nördlich von Salisbury im Kreis Wiltshire liegt Stonehenge, eine Grabanlage aus der Jungsteinzeit, welche eine einzigartige Megalithstruktur umgibt. Die erste Bauphase geht auf 3100 v. Chr zurück und seitdem wurde die Anlage schrittweise erweitert. Die bekannten Megalithen dürften zwischen 2500 und 2000 v. Chr errichtet worden sein.IMG_0088

Die innere hufeisenförmige Formation besteht aus Blausteinen (Dolerite), die aus 240 km Entfernung aus Wales aus den Preseli-Bergen angeliefert wurden, der Eingang in diese Anlage ist genau in Richtung des Mittsommersonnenaufganges gerichtet. Außen wurde ein geschlossener Kreis aus Sarsensteinen angelegt, die aus der Nähe von Malbourough nach Stonehenge gebracht wurden. Ganz in der Mitte befindet sich ein Opferstein und außerhalb der Steine ein Erdwall. Viele Mythen ranken sich um die Entstehung der Grabanlage, auch die Bereitstellung insbesondere der Blausteine ist nicht völlig geklärt.

Der Name Stonehenge aus dem Altenglischen bedeutet soviel wie „hängende Steine“, wobei Henge grundsätzlich für kreisrunde Anlagen verwendet wird.IMG_7898

Ein weiterer Teil dieser Welterbestätte befindet sich in Avebury unweit von Stonehenge, wo sich ebenfalls ein Steinkreis befindet, der zwar mit über 400 m Durchmesser des Außenkreises bedeutend größer als Stonehenge ist, jedoch die so imposanten Trilithen-Formationen, wie wir sie aus Stonehenge kennen, vermissen lässt. Innerhalb des großen Steinkreises befanden sich dort noch 2 kleinere Anordnungen von Kreisen: ein Nord- und ein Süd-Kreis, jeweils etwa 100 m im Durchmesser haltend.

Etwas Mystisches liegt diesen Stätten sehr wohl inne, vor allem, weil die Bedeutung der Steinkreise nicht vollends geklärt ist und etliche Sagen und Legenden ranken sich um Stonehenge und Avebury.

Beide Anlagen stehen, zusammen mit kleineren umliegenden Grabstätten, unter dem besonderen Schutz des National Trust, einer gemeinnützigen Organisation, die sich um Denkmalspflege und Naturschutz kümmert, und wurden 1986 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.IMG_7907

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WEIMAR – Kultur, wohin das Auge reicht

Ein glücklicher Zufall in Form eines Kongresses führte mich nach Weimar. Fachlich wusste ich ungefähr, was mich dort erwarten würde – es sollte ein Kongress über Knochenerkrankungen sein – aber vom Drumherum hatte ich ehrlich gesagt wenig  Ahnung. Goethe war dort geboren, klar. Und von der Weimarer Republik hatte man in der Schule mal gehört. Aber ansonsten…? Ich wusste ja nicht einmal, dass sich in dieser kleinen, 65.000 Seelen Stadt gleich 2 UNESCO Welterbestätten befanden. Und so staunte ich nicht schlecht, was Weimar wirklich zu bieten hatte.

Nett und überschaubar, mit einer schönen Fußgängerzone, einem riesigen Park fast direkt im Zentrum und einem imposanten Stadtschloss – so präsentierte sich Weimar auf den ersten Blick. Doch in dieser Stadt gab es sooo viel mehr zu entdecken – und man war auch ordentlich stolz drauf.

Schon klar, nicht jeder Ort hatte einst so honorige Einwohner wie Herrn Goethe oder Schiller. Nicht nur, dass ihre beiden Wohnhäuser als Museen dienten und außerordentlich gut erhalten waren, vor allem ersterem begegnete man ja wirklich auf Schritt und Tritt…

Und direkt vor dem Deutschen Nationaltheater (in dem gerade eine exzellente Vorführung der Dreigroschenoper dargeboten wurde, die ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollte – „denn der Haifisch, der hat Zähne…“ Ihr wisst schon…) standen die beiden dann auch quasi „leibhaftig“. Das Goethe-Schiller-Denkmal auf dem Theaterplatz ist nur eine von vielen Skulpturen in der Stadt, aber bei weitem die bekannteste!

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Deutsches Nationaltheater

Aufgrund seiner Vielzahl an kulturellen Bauten, Museen, Schlössern, Parks und der Herzogin Anna Amalia Bibliothek (die übrigens erst vor ein paar Jahren ausgebrannt, aber wunderschön wiederhergestellt wurde) wurde das „Klassische Weimar“ in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Und wohin man auch sah, überall gab es etwas zu entdecken und ich muss zugeben, dass mich all diese historischen Bauten bald mehr faszinierten, als die Knochen, wegen denen ich eigentlich hergekommen war!

Doch nicht nur der Geheimrat und seine Denkerfreunde erzählten eine lange Geschichte in Weimar. Auch das Bauhaus und die von dort ausgehende Architekturrichtung waren höchst spannend. 1919 von Walter Gropius gegründet  wurde das Bauhaus zur bedeutendsten Schule für Architektur, Kunst und Design des 20. Jahrhunderts, bis es 1933 von den Nationalsozialisten verboten wurde. Etliche Bauwerke, das Bauhaus-Museum und die Bauhaus-Universität zeugen heute noch von dieser beeindruckenden Stilrichtung, deren Ziel es war, Gesamtkunstwerke zu schaffen und den Unterschied zwischen Handwerk und Kunst aufzuheben bzw. zu vereinen.

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Bauhaus-Universität Weimar

Weniger intellektuell, aber nicht minder interessant war das kleine Ginkgo-Museum. Ein ganzes Haus wurde in Weimar diesem alten Baum gewidmet und im Shop im Erdgeschoß konnte man von Kosmetika über Schmuck, Tees und Büchern bis zu echten Bäumen alles erwerben, das mit Ginkgo zu tun hatte.ginkgo-baum-2

© Naschpflanzen.de

So viel Bildung, das machte ganz schön hungrig. Wie gut, dass auch die Thüringer Rostbratwurst als Kulturgut gilt und in Weimar wirklich allgegenwärtig ist. Im „Brötchen“ mit Senf serviert hat sie Kultstatus und schmeckt einfach immer!!

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© Thüringer Wurst Shop

Natürlich nahm der Knochenkongress die meiste Zeit meines Aufenthalts in Weimar in Anspruch. Aber ich glaube, die Zeit dazwischen war gut genützt um mir einen Überblick über das kulturelle und historische Angebot in dieser Stadt zu verschaffen und irgendwann werde ich zurück kommen und ganz in Ruhe alles ausgiebig besichtigen!

Mein Weimar-Tipp: Für den nach dem Brand wiederaufgebauten Rokoko-Saal in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek gibt es nur eine beschränkte Anzahl an Eintrittskarten. Entweder erwirbt man sie schon vorab im Internet, ansonsten lohnt es sich, spontan vorbei zu kommen, oft hat man Glück und ergattert noch eine der Tageskarten. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!