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MAULBRONN – herbstliches Klostererlebnis der Extraklasse

Wenn du die Speisen ablehnst, die Brauchtümer ignorierst, die Religion fürchtest und die Menschen meidest, bleibst du besser Zuhause. James Michener (1907-1997)

Eigentlich eher zufällig sind die Halbstarken und ich in Maulbronn gelandet, weil es fast direkt auf unserem Weg von München nach Strassburg lag und wir auf der Reise plötzlich soooo hungrig geworden sind dass wir eine kleine Pause einlegen mussten. Und weil uns ein bisschen Kultur ja noch nie geschadet hat (auch wenn die Halbstarken das anfangs oft,  ein bisschen anders sehen, fügen sie sich dann doch in meine Besichtigungsideen und sind schlussendlich dann ja auch meistens begeistert…), haben wir dabei auch gleich das alte Kloster besichtigt.IMG_7605

Maulbronn an sich ist eine kleine, beschauliche Stadt nördlich von Pforzheim mit gerade mal 6.500 Einwohnern. Ein paar Fachwerkhäuser am Hauptplatz, einige Geschäfte, mehr gibt es dort nicht zu sehen. Wäre da nicht, ja wäre da nicht das berühmte Zisterzienserkloster, das den Ort so richtig aufpeppt!

Kloster? Langweilig! Nein, bei Gott nicht!!! Das Kloster Maulbronn ist eine großartige Anlage, die einen, einmal durch das alte Klostertor betreten, in eine andere Zeit verzaubert.IMG_7658

Bereits von außen erinnert das Kloster mit seinen Türmen und dem ehemaligen Wassergraben eher an eine Burg als an ein klerikales Gebäude. Wir hatten das große Glück an einem wirklich schönen Herbsttag dort gewesen zu sein, sodass auch die Umgebung mit den vielen Weinbergen noch eine ganz bezaubernde Atmosphäre kreierte.IMG_7595

Das Herzstück des ganzen Ensembles ist natürlich das Kloster selbst. Daneben gibt es aber einen riesigen Klosterhof mit allerhand Nebengebäuden, die zum Teil noch aus dem Mittelalter stammen. Mittelalter – das Interesse der Halbstarken war prompt erwacht, sie mutierten beinahe zu Rittern und sausten mit Begeisterung über das Gelände. Wie herrlich war es auch, sich nach fast 3 Stunden im Auto ein bisschen zu bewegen! Die Klostermühle faszinierte ebenso wie die ehemalige Bäckerei und der riesige alte Speicher, der immer noch gut erhalten ist.IMG_7606

Der Klosterhof ist frei zugänglich, für die Besichtigung des Klosters und die Sonderausstellungen ist ein Eintrittspreis von 7,50 € fällig (Kinder 3,80 €). Mit Audioguide kann man sich selbständig auf Erkundungstour begeben, es werden allerdings auch Führungen angeboten und ich muss sagen, es lohnt sich wirklich.IMG_4370

Das Kloster Heilbronn zählt zum UNESCO Welterbe, alleine deshalb sollte man es schon gesehen haben. Und auch wenn ich finde, dass sich Klöster ja oft schon sehr ähneln (genauso wie Burgen und Schlösser und Kirchen es auch tun…), so finden sich doch einige Besonderheiten: Sehr interessant ist das Chorgestühl in der Klosterkirche, in dem die ehemaligen Mönche früher 5 mal täglich gebetet haben. Das erste Gebet fand schon in den frühesten Morgenstunden statt, das letzte erst um Mitternacht. Aus praktischen Gründen gab es daher eine direkte Stiege von den Schlafgemächern bis in die Kirche, über die die Mönche damals halbschlafend zum Gebet torkeln konnten. Welch eine Vorstellung, fünf mal täglich in der Kirche zu sitzen (bzw. hier eher zu stehen), oder?IMG_7615

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Chorgestühl in der Klosterkirche

Die Vorhalle der Kirche nennt sich übrigens Paradies und ist ein architektonisches Meisterwerk eines unbekannten Künstlers. Zugegeben, das „Paradies“ hab ich mir immer ein bisschen anders vorgestellt, aber ich bin da ja flexibel…

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So sieht das Paradies in Maulbronn aus…

Ganz toll ist auch das Brunnhaus aus dem 14. Jahrhundert im Innenhof des Klosters. Wenn du schon mal Bilder vom Kloster Maulbronn gesehen hast, dann wahrscheinlich von hier, der Brunnen dort ist nämlich quasi der Fotostar der Anlage und tatsächlich fand sich, obwohl während unseres Besuchs sonst nicht sehr viele Leute dort waren, eine kleine Menschen-Schlange davor. Selfie-Time im Kloster!!

Die Ursprünge des Klosters gehen übrigens auf das 12. Jahrhundert zurück und es findet sich eine Mischung verschiedener Baustile von Romantik und Gotik, was ja auch den besonderen Reiz der Anlage ausmacht. Drumherum, außerhalb der Klostermauern, finden sich etliche bereits von den Zisterziensern angelegte Fischteiche in einer teilweise sehr naturbelassenen Landschaft. All dies zusammen hat dazu geführt, dass das Kloster Maulbronn und seine Umgebung als Gesamtbild als die am besten erhaltene Klosteranlage Mitteleuropas gilt. Wasserwirtschaft und Fischzucht waren seit jeher ein besonderes Steckenpferd der Zisterzienser. Heute werden die Teichanlagen auch freizeittechnisch genützt, man kann dort schwimmen und sogar Tretboote ausborgen. Wie schade, das wir dafür keine Zeit hatten!IMG_4417

Im Besucherzentrum finden auch wechselnde Ausstellungen statt, im Jahr von Martin Luther war es daher nur naheliegend, dass es auch eine Ausstellung über die Reformation in Baden-Württemberg zu sehen gab. Unterhaltung gibt’s im Klostergelände also genug. Es finden sich dort auch einige Souvenirgeschäfte, ein Bücherladen, ein Café und das Klosterrestaurant.

Mönche gibt es in Maulbronn schon seit vielen Jahren keine mehr. Die ursprüngliche Klosterschule, in der Mönche ausgebildet wurden, ist heute das evangelische Seminar, ein Gymnasium für Mädchen und Burschen. Hermann Hesse war übrigens der berühmteste Schüler von Maulbronn. Wieder was gelernt, nicht wahr?

Was uns besonders fasziniert hat, sind die vielen Anekdoten, die es um das Kloster Maulbronn gibt. So soll es zum Beispiel eine Maultier gewesen sein, das im 12. Jahrhundert mit seinen Hufen eine Wasserquelle freilegte, und just an dieser Stelle wurde das Kloster errichtet. Oder hast du schon mal vom Wunder von Heilbronn gehört? Einmal im Jahr, am 21.Juni zwischen 11 und 12 Uhr, scheint die Sonne (so sie denn scheint) genau so durch ein Kirchenfenster, dass die Dornenkrone der großen Christusstatue in der Kirche rot leuchtet und wie Blut aussieht. Das ist fast ein bisschen gruselig, findest du nicht? IMG_7617

Dann gibt es auch noch die Geschichte von Doktor Faustus, den Wunderheiler und Alchemisten, der angeblich seinerzeit in dem nach ihm benannten Faust-Turm gelebt und gearbeitet hat und Goethe als Vorbild für sein Buch diente.IMG_4419

Oder hast du schon mal von „Maultaschen“ gehört? Na, woher kommen die wohl? Genau, aus MAULbronn. Und weißt du, was es damit auf sich hat? Früher durften die Mönche in der Fastenzeit ja kein Fleisch essen. Ein besonders findiger Mönch kam aber zu einem Stück Fleisch, das er natürlich auch nicht entsorgen wollte, und so hat er es faschiert und unter Gemüse gemischt. Und damit Gott nicht sah, dass die Mönche in der Fastenzeit Fleisch aßen, wurde es in Nudelteig eingepackt und dann eben so verspeist. Wir haben es den Mönchen gleich getan und konnten es uns natürlich nicht nehmen lassen, diese Spezialität im Klosterrestaurant zu probieren. Das Lokal geht zwar schon als ziemlich „touristisch“ und eher hochpreisig durch, aber die Maultaschen waren ausgesprochen lecker. Und so hat sich’s ja doch gelohnt.IMG_E7645

Tja, du siehst also, dieser Besuch war durchaus amüsant und kurzweilig und hat uns allesamt begeistert. Muss man irgendetwas mit Religion am Hut haben, um dem Kloster Maulbronn einen Besuch abzustatten? Absolut nicht, die ganze Anlage an sich ist wirklich sehenswert. Wenn du also mal in der Nähe bist, schau vorbei, ich bin mir sicher, es wird dich genau so begeistern wie uns. Halbstarke, die nach dem Besuch meinen „war schon cool“, sind doch der beste Beweis dafür!

Praktische Informationen:

Öffnungszeiten:

1. März bis 31. Oktober Mo-So 9 – 17.30 Uhr, 1. November bis 28. Februar Mo-So 9 – 17 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene: 7,50 €, Ermäßigt 3,80 €

Homepage: www.kloster-maulbronn.de

Hast du noch mehr Lust auf tolle Bauwerke? Vielleicht ist ja das etwas für dich:

 

 

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UNESCO – Schloss Drottningholm

Im Königreich der Seele soll die Liebe Königin sein. Francois de Sales (1567 – 1622)

Schloss Drottningholm, westlich von Stockholm im Mälaren-See gelegen, wurde im 16. Jahrhunderts inspiriert nach dem Vorbild von Versailles erbaut. Umgeben von einem wunderbaren Park ist es seit 1981 der Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie.

IMG_7800Ursprünglich von König Johan III für seine Gemahlin Katarina Jagellonika erbaut, galt es lange Zeit als Schloss, das den Königinnen vorbehalten sein sollte. (Drottning = Königin). 1661 brannte das Schloss bis auf die Grundmauern nieder. Nach dem Wiederaufbau wurde die im Original frühbarocke Inneneinrichtung durch Rokoko Ausstattung ebenfalls nach dem Vorbild Versailles ersetzt. Die barocke Gartengestaltung wurde teilweise beibehalten und durch einen natürlichen Landschaftspark nach englischem Vorbild ergänzt. Es finden sich unzählige Skulpturen sowie der Herkulesbrunnen des bekannten Bildhauers Adriaen de Vries.

Im Park befindet sich ein kleines chinesisches Lustschloss, das König Adolf Friedrich für seine Frau Luisa Ulrike zu ihrem Geburtstag erbauen ließ, sowie das Schlosstheater, das immer noch bespielt wird. Das Gesamtensemble wurde 1991 in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen.

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UNESCO – Rila-Kloster

Die Wissenschaft will nur glauben, was sie weiß, die Kirche nur wissen, was sie glaubt. Ignaz Carl Freiherr von Wessenberg-Ampringen (1774 – 1860)

 

Bereits im 10.Jahrhundert durch den Heiligen Iwan Rilski gegründet, zählt das Rila-Kloster zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Bulgariens und wurde 1983 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Es liegt in einem kleinen Tal im Rila-Gebirge im Südwesten des Landes, etwa 120 km von der Hauptstadt Sofia entfernt und war Vorbild für die Gründung weiterer Klöster in der Umgebung. Durch seine Lage Nahe der Verbindungen Sofia – Thessaloniki sowie der Via Diagonalis hatte das Kloster insbesondere im 18. und 19. Jahrhunderts eine große Bedeutung als Zwischenstopp für Reisende auf diesen Routen.IMG_5766

Bereits im Mittelalter wurde das Kloster von Pilgern, Malern, Bildhauern und Schriftstellern reich beschenkt und galt als religiöses und kulturelles Zentrum und es erhielt durch den Zaren Iwan Schischman weitreichende Privilegien. Unter osmanischer Herrschaft im 14. und 15. Jahrhundert verlor das Kloster danach an Bedeutung und wurde auch teilweise zerstört. Ende des 15. Jahrhunderts gelang der Wiederaufbau und allmählich wurden die Verbindungen zur Orthodoxen Kirche in Russland, Serbien und Griechenland ausgebaut, welche für einen weiteren Schutz des Klosters sorgten. Ende des 18. Jahrhunderts erfolgte ein großer Ausbau des Klosters und eine weitere Besiedelung.

1832/33 zerstörte ein Großbrand das Rila-Kloster bis auf den Chreljo-Turm und die Kapelle. Im Rahmen des Wiederaufbaus entschied man sich auch zu einem Neubau der Kirche und es wurde das Kloster in den Folgejahren im Wesentlichen so gestaltet, wie wir es heute vorfinden.IMG_2905

Schmuckstück des Klosters ist bis heute die Kapelle mit den farbenfrohen Fresken von Sachari Sograf, eines der bedeutendsten bulgarischen Maler, welche nicht nur religiöse sondern auch viele Alltagsszenen darstellen.

Näheres zu unserem Aufenthalt findest du hier:

 

 

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DONAUDELTA – Reise bis ans Ende der schönen blauen Donau

Die Wildnis ist es, die die Welt bewahrt. Henry David Thoreau (1817 – 1862)

Als Österreicher hat man ja immer ein bisschen das Gefühl, als würde die Donau uns gehören, sind wir doch nur zu stolz auf „unseren“ Donauwalzer, schlemmen „unsere“ Donauwelle und reden immer noch ein bisschen verträumt und der Geschichte nachhängend von „unserer“ Donaumonarchie. Dabei übersieht man aber  gerne, dass wir bei Gott nicht die einzigen sind, durch deren Land sich die Donau schlängelt, sondern dass sowohl davor als auch danach noch einiges kommt. Ganz schön viel eigentlich, aber das hält uns nicht von unserer Freude an der schönen blauen Donau ab.Version 2

Die beiden Quellflüsse der Donau, Breg und Briegach entspringen im Schwarzwald bei Donaueschingen. Über 2875 km fließt die Donau danach als zweitlängster Fluss Europas (nur die Wolga ist noch ein bisschen länger) durch Mittel- und Osteuropa, bevor sie im Donaudelta ins Schwarze Meer mündet. 10 Länder passiert sie dabei – Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, ein kleines Stückchen Moldawien, die Ukraine und Rumänien, das haben wir alle in der Schule gelernt. Und während wir die Donau hier in Wien quasi täglich sehen und auch schon in vielen anderen Ländern in ihrem Verlauf gesehen haben, wollten wir nun auch wissen, wie denn das Ende der Donau so aussieht und wir wollten die Pelikane sehen, die dort noch in freier Wildbahn lebten. Das Donaudelta sollte ja wirklich ganz bezaubernd sein – und so haben sich die Halbstarken und ich eben das Donaudelta als einen der Höhepunkte unseres heurigen Sommer-Roadtrips ausgesucht.IMG_2067IMG_2079

Die Ukraine und Rumänien teilen sich ja die Ehre, diese wunderschöne Landschaft beheimaten zu dürfen. Wir haben den größeren, rumänischen Teil des Deltas erkundet, aber auch auf ukrainischer Seite ist das möglich, auch wenn der Tourismus dort noch weniger fortgeschritten ist als in Rumänien und die Organisation einer Reise dorthin vielleicht ein paar Hürden mehr mit sich bringt.IMG_1988

Das Donaudelta ist riiiiesig, nämlich 5800 m2, und steht unter strengem Naturschutz und wurde 1991 auch zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt – und wir standen bei unserem Besuch erst mal vor dem Problem, irgendwo „anfangen“ zu müssen. Im ganzen Delta gibt es 24 Ortschaften und eine kleine Stadt, nur 3 der Dörfer sind mit dem Auto zu erreichen, der Rest lediglich per Boot. Ganz am Rand des Deltas liegt Tulcea, eine Stadt mit etwa 90.000 Einwohnern, die von Touristen gerne als Ausgangspunkt für Expeditionen ins Donaudelta genutzt wird. Wir wollten allerdings etwas „näher dran“ sein und entschieden uns daher für das beschauliche Dorf Dunavatu de Jos, wo wir in einer einfachen Privatunterkunft, der Vila Rihanna, 4 Tage verbrachten. Nach Dunavatu de Jos ist die zivilisierte Welt quasi zu Ende. Die letzte Straße mündet in einen klitzekleinen Hafen, danach kommt nur mehr Wasser und Wildnis.IMG_2149

Auch wenn in den letzten Jahren der internationale Individualtourismus zugenommen hat, eine Reise ins Donaudelta (sofern man jetzt nicht mit einer organisierten Reise zB im Rahmen einer Donaukreuzfahrt dorthin fährt) ist anders, als wenn man in Mitteleuropa ein wenig „Wildnis“ erkunden möchte. Von Tulcea aus gibt es zwar sehr viele organisierte Fahrten ins Delta, möchte man jedoch ein bisschen eigenständiger und individueller unterwegs sein, bedarf das einiger Selbstorganisation und viel Herumfragen. Touristeninformationen gibt es – ebenfalls wieder abgesehen von Tulcea – nicht, aber es kennt meistens jeder irgendjemanden, der jemanden kennt… Du weißt schon…IMG_2011

Da all die Leute, die unsere Vermieterin kannte, aber niemanden kannten… wussten wir erst mal nicht so genau, wie wir nun weitermachen sollten und wie wir unserem Ziel – die Pelikane in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten – näher kommen würden. Dann tauchte aber eine Freundin der Vermieterin auf, die eine Freundin hatte und deren Mann…

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endlos schlängeln sich die Wasserstraßen durch das Delta

 

Naja, kurzum, am nächsten Tag ging es los und der für uns organisierte Fischer brachte uns mit seinem klitzekleinen Boot hinein mitten ins Donaudelta. Diese Leute sind dort aufgewachsen und kennen die Gegend wie ihre Westentasche – für uns war es mit der Orientierung bald vorbei, das Labyrinth an kleinen Wasserstraßen, nur unterbrochen von ab und zu einem kleinen See, verwirrte uns völlig. Aber das machte nichts, wir kamen ohnehin aus dem Staunen nicht mehr raus, als wir durch diese wunderschöne Landschaft fuhren. Schilf und Seerosen, wohin man sah, die umliegenden Bäume wuchsen fast bis ins Wasser, sogar Kühe badeten im Wasser. Tiere ohne Ende – es machte uns Freude, im Dickicht all der Pflanzen dort, Frösche, Fische und Vögel zu entdecken.

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Durch uns aufgeschreckte Schwäne… und ganz hinten all ihre Freunde…

Das kleine Motorboot machte leider ziemlich viel Lärm, sodass unser Fischer immer wieder den Motor abstellte, damit wir nicht all zu viel Vögel aufschreckten. Wir konnten Reiher beobachten, in schwarz und in weiß, Kolonien von Schwänen schreckten vor uns auf und flogen höchst beeindruckend mit einem Höllenlärm vor uns davon und schließlich, als das Wasserlabyrinth etwas lockerer wurde, schwammen sie endlich vor uns: die Pelikane!! Scheu sind sie, und natürlich nahmen sie Reißaus, als sie uns entdeckten, aber dennoch blieb genug Zeit, sie zu bewundern.

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Stolzer Fischer mit seiner Beute

Wir konnten uns irgendwie gar nicht sattsehen und auch die Halbstarken waren begeistert und wollten immer weiterfahren, als der Fischer uns fragte, ob wir denn nicht schon zurück wollten. Neiiiiin!!!! IMG_1987Immer wieder fand er irgendwelche Wasserstraßen, die wir noch nicht abgeklappert waren, immer wieder tauchten neue gefiederte Bewohner vor uns auf, überall gab es etwas zu entdecken. Und dabei haben wir nur den kleinen, südlichen Teil des Donaudeltas gesehen, die Möglichkeiten dort wären wirklich unerschöpflich. Wir haben auch ein Pärchen getroffen, dass das Donaudelta überhaupt ganz alleine mit dem Kanu erkundet und dazwischen im Zelt übernachtet, das ist an einigen Stellen noch erlaubt, in der strengen Schutzzone jedoch nicht.

Mit Baden ist im Donaudelta natürlich nichts, das Wasser sieht auch sumpfig genug aus, dass man erst gar nicht wirklich auf die Idee kommen würde. Wenn man Lust aufs Schwimmen bekommt, muss man ganz hinaus fahren bis ans Schwarze Meer. Auch das haben wir uns zum Glück nicht entgehen lassen. Vom kleinen Ort Jurilovca aus gibt es Fähren, die nach Gura Portitei, einer kleinen Sandbank, die auf der einen Seite noch ans Delta, auf der anderen Seite schon ans Schwarze Meer grenzt.

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Angekommen in Gura Portitei

Mit den Fähren und den Fahrplänen ist das allerdings nicht so einfach, es fanden sich jedoch am kleinen Hafen sehr schnell eine Hand voll anderer Leute, die ebenfalls dort hin wollten und ein Fischer bot an, für ein geringes Entgelt uns alle hinzubringen. Nun ja,… es war durchaus ein Abenteuer! In eine kleine, schaukelnde Nussschale wurden alle Leute gequetscht, die mitfahren wollten und wir überquerten SEHR wackelig einen riesigen See. Die Fahrt hat sich aber ausgezahlt – Gura Portitei ist entzückend! Es gibt dort nur ein kleines Hotel und ein Restaurant – ansonsten Sand und Muscheln, wohin das Auge reicht! Seeeehr idyllisch!IMG_1845IMG_1843

Die Donau teilt sich im Delta in 3 Arme auf – den Sfantu-Arm, den Chilis-Arm und den Sulina-Arm – am Ende des letzteren, dort wo das Schwarze Meer beginnt und der endgültige 0-Punkt der Donau festgelegt wurde, liegt die kleine Stadt Sulina, die wir ebenfalls besucht haben. Es wimmelt dort gerade so vor Schiffen, kleinen und großen, die ihre Reise von oder zu der Donau antreten. Sulina ist ein kleines bisschen touristisch, als mehr als unser winziger Ort Dunavatu de Jos, und so werden auch von dort viele Exkursionen ins Delta angeboten. Außerdem hat es den ganz großen Vorteil, dass es so weit draußen liegt, dass es auf der anderen Seite schon ans Meer grenzt und man daher auch herrlich dort baden kann.IMG_5213

Unser Ausflug ins Donaudelta – er war ein ganz, ganz eindrucksvolles Erlebnis und sicher einer der ganz großen Höhepunkte unserer heurigen Balkan-Reise. Die Urtümlichkeit der Natur, all die vielen, vielen Tiere und die Ruhe dort haben sich in uns tief eingeprägt und uns schwer beeindruckt.IMG_5268

Mein Donaudelta-Tipp: Als Ausgangsbasis unbedingt einen der kleinen Orte wählen, um das Delta hautnah zu erleben, einfache Quartiere werden fast in jedem Dorf angeboten. Die Vila Rihanna in Dunavatu de Jos, wo wir untergekommen sind, war schlicht, aber sauber und gleich daneben im Restaurant Pestisorul (Str. Dunareni 107, es ist leider keine Homepage verfügbar), findet man den besten Fisch der Gegend.

 

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UNESCO – Grand Place Brüssel

Letztlich bekommt jeder von uns genau das, was er verdient – aber nur die Erfolgreichen geben das zu. Georges Simenon (belgischer Schriftsteller 1903 – 1989)

Der große Platz (Grand Place) liegt im Herzen Brüssels und zeichnet sich durch seine architektonische Vollständigkeit aus. Umgeben von barocken Zunfthäusern findet sich dort das gotische Rathaus (Hôtel de Ville) der Stadt Brüssel sowie das Broothuis (franz. Maison de Roi) auf der gegenüber liegenden Seite des Platzes.

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Broothaus

Anfang des 15. Jahrhunderts wurde das Rathaus in spätgotischem Stil mit seinem imposanten Belfried erbaut, das Broothuis in seiner jetzigen Form ist der Renaissance zuzuschreiben. Zunfthäuser gab es am Grand Place schon seit Beginn der Aufzeichnungen, nach ihrer ursprünglichen Zerstörung wurden sie in der heutigen Ausgestaltung Ende des 17. Jahrhunderts erbaut. 37 an der Zahl reihen sich an dem 1,48 ha großen Platz aneinander.

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Rathaus

Der Grand Place ist heute das belebte Zentrum Brüssels und ein Touristenmagnet. Hotels und Cafés reihen sich aneinander, wochentags findet sich dort der Blumen-, am Sonntag der Vogelmarkt. Einmal im Jahr, Mitte August, ist derô aus einer 3/4 Million Geranien bestehende Blumenteppich ein besonderer Anziehungspunkt des Grand Places.

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BATH – very British, indeed!

Um zur Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen. Chinesisches Sprichwort.

Meine liebe (Brief)Freundin Lizzie hat es vor etlichen Jahren nach Bath verschlagen, wo sie seitdem an der dortigen Uni Deutsch unterrichtet – Grund genug, ihrer Einladung nachzukommen und dieser entzückenden südenglischen Stadt auch selbst einmal einen Besuch abzustatten.

Die Anreise von Wien aus ist denkbar einfach, seit die EasyJet Direktflüge nach Bristol anbietet. Von dort nach Bath gibt es eine direkte Busverbindung und in 45 min ist man mit einem Doppeldeckerbus – very British – auch schon im Zentrum von Bath.IMG_7626

Für mich, die ich zwar schon viel herumgekommen, aber noch ziemlich Britisch-naiv war (ich war lediglich zweimal in London gewesen, ansonsten kenne ich vom löblichen Königreich gar nichts), haben sich dort so ziemlich alle Erwartungen, die ich an England hatte erfüllt, und mehr noch: sie wurden übertroffen!IMG_7678

Bath an sich ist eine sehr, sehr hübsche Stadt mit etwa 85.000 Einwohnern. Es ist Universitätsstadt, Ursprung der einzigen heißen Quelle des Britischen Königreichs (nicht, dass ich das vorher gewusst hätte… – aber jetzt weiß ich’s…). Unzählige kleine Gässchen laden zum Flanieren ein und es gibt unzählige Pubs, Tearooms und entzückende Geschäfte wo man – ebenfalls very British – in hübschem Design von Kleidung, über Tee, Deka-Schnick-Schnack bis zu Papierwaren (ich habe mir enorme Vorräte an Briefpapier angelegt, beinahe mehr, als der EasyJet beim Rückflug recht war…) Das Stadtbild ist geprägt von gregorianischen Bauten des 19. Jahrhunderts, die ungewöhnlich gut erhalten sind. Am Herausragendsten ist sicher der „Circus“, ein kreisrunder Platz umgeben von Wohnhäusern, und der „Royal Crescent“, die Top Adresse der Stadt.

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Eine ganz spezielle Brücke überspannt den Fluss Avon: die Pulteney Bridge. Sie beherbergt – wie die Ponte Vecchio in Florenz – Geschäfte und zählt wie ihre große Schwester zu den schönsten Brücken der Welt.  Unbedingt einen Besuch wert ist auch die Abbey, aber die lässt sich bei einem Spaziergang durch Bath ohnehin nicht übersehen, und – als absoluter Höhepunkt und gleich daneben gelegen: die Römischen Bäder. Diese gehen auf das 1. Jahrhundert n.Chr zurück, wo in „Aqua Sulis“ von den Römern die heißen Quellen entdeckt wurden. Baden kann man darin heute nicht mehr (möchte man wohl auch nicht, so einladend schaut das Wasser dort auch nicht mehr aus), aber man erfährt auf toll aufbereitete Art und Weise eine ganze Menge über das damalige Leben in der Stadt. Wer Zeit und Lust hat, kann sich aber danach im modernen Spa erholen (da ich hier in Wien ja von heißen Quellen umgeben bin, hab ich das aber ausgelassen).IMG_7712

Sehr beeindrucken ist auch der Kennet-and-Avon Kanal, der sich über 140 km durch die Landschaft schlängelt und den Bristolkanal mit der Themse verbindet. Er wird mit sogenannten „Narrowboats“, langen, schmalen Hausbooten befahren, die Schleusen werden teilweise von den Schiffsführern selbst bedient.IMG_7651IMG_7648

Als eine der bekanntesten Töchter der Stadt hat sich Jane Austen wie es scheint sehr viel dabei gedacht, als sie sich in Bath niedergelassen hat – und man ist in der Stadt auch mächtig stolz auf sie, denn es scheint wirklich, als würde man ihr auf Schritt und Tritt zu begegnen.

Sehr positiv überrascht war ich auch von der Englischen Gastronomie. Heißt es doch immer, dass man in diesem Land nirgends gut essen kann, so wurde ich tatsächlich – Lizzie als quasi Einheimischer sei Dank – eines Besseren belehrt. Unzählige Tearooms laden zu Tee, Kaffee und herrlichem Kuchen ein, Mittags kehrten wir in einem kleinen aber feinen Deli ein und am Sonntag Abend genehmigten wir uns einen ganz traditionellen „Sunday Roast“ im Pub. Wirklich lecker und seeehr empfehlenswert (das komische Gebilde auf meinem Teller nennt sich übrigens Yorkshire Pudding und schmeckt wie Brandteigkrapfen… Yummy – and very British)

Um ein bisschen Landluft zu schnuppern und richtiges Rosamunde Pilcher Feeling zu gewinnen, entführte mich Lizzie nach Bradford-on-Avon, einer beschaulichen Kleinstadt nur eine halbe Zugstunde von Bath entfernt, ebenfalls am Kennet-and-Avon Kanal gelegen. Eine alte Steinerne Brücke, das Tithe Barn (ein riesiger Speicher) und eine alte Sächsische Kirche zählen zu den Hauptsehenswürdigkeiten der kleinen Stadt, die vor allem durch ihr Flair besticht. Von außen eher unscheinbar und fast ein bisschen furchteinflößend, verbrachten wir in „The Bridge Tea Rooms“ eine herrliche Tea Time mit Sandwiches und – very British – a cup of Tea.

Den Abschluss meines Kurztrips nach England bildete ein Abstecher in das entzückende Salisbury mit seiner beeindruckenden Kathedrale (mit dem höchsten Kirchturm Englands, für all die Rekordlüsternen unter euch) und von dort weiter nach Stonehenge.

Einmal muss man diese imposanten Steinkreise wirklich gesehen haben! Ebenso mystisch wie die ganze Umgebung dort war das Wetter – ebenfalls very British – mit Sturm und Regen. Es hätte nicht besser passen können!! Nichtsdestotrotz sind einige stimmungsvolle Fotos zum Teilen entstanden und die Erinnerung an diesen besonderen Ort bleiben hoffentlich ganz laaange bestehen.IMG_7901

Schnell, ja viel zu schnell ging dieses „very British“ Wochenende zur Neige, das nicht zuletzt Dank der Bemühungen meiner lieben Freundin Lizzie zu einem tollen Erlebnis wurde. Und gelernt habe ich auch einiges – ihr doch nun jetzt wohl auch!?

Mein Bath-Tipp: Das Widcombe Deli, Claverton Buildings im Stadtteil Widcombe bietet in gemütlicher Atmosphäre herrliche Pies, Salate und Kuchen an. Wenn man Glück hat, ergattert man sogar einen der Sitzplätze direkt am Auslagenfenster und kann gleichzeitig entspannt Passanten beobachten

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UNESCO – Stadt Bath

Bäder, Wein und Liebe zerstören unsern Leib, und das Leben machen doch nur Bad, Wein und Weib. Horaz (65-8 v. Chr)

Bereits zu Zeiten der Römer wurde in der Grafschaft Somerset die einzige heiße Quelle Großbritanniens in Bath (Aquae Sulis) entdeckt und im 1. Jahrhundert nach Chr. die ersten heißen Bäder gegründet. Die Überreste davon sind teilweise sehr gut erhalten und können, gemeinsam mit dem Pumpraum, noch heute besichtigt werden.

In der Abteilkirche des Klosters zu Bath, an deren Stelle die heutige Abbey steht, wurde 973 der erste Englische König Edgar gekrönt.IMG_7808

Die Pulteney Bridge beherbergt ähnlich der berühmten Ponte Vecchio in Florenz etliche Geschäfte und gilt als eine der schönsten Brücken der Welt.IMG_7659

Das Gregorianische Stadtbild des 19. Jahrhunderts konnte wunderschön erhalten werden. Mit dem Royal Crescent, einer halbkreisförmigen Straße direkt vor dem Royal Victoria Park und dem Circus, einem kreisrunden Platz in exakt dem selben Durchmesser des Erdwalls von Stonehenge weist Bath fürwahr eine einzigartige Architektur auf, insgesamt stehen jedoch fast 5000 Gebäude in der gesamten Stadt unter Denkmalschutz.

 

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UNESCO – Klassisches Weimar

Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein. Johann Wolfgang von Goethe  (1749-1832)

1998 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen, umfasst das „Klassische Weimar“ 16 Stätten, die durch ihre Besonderheit Zeugnis der Epoche der Weimarer Klassik sind. Es handelt sich dabei um Gebäude und Parks, die teils öffentlich, teils in privater Hand sind.

Das Weltkulturerbe „Weimarer Klassik“ beinhaltet

  • Goethes Wohnhaus
  • Goethes Gartenhaus
  • Schillers Wohnhaus
  • Wittumspalais
  • Herzogin Anna Amalia Bibliothek
  • Römisches Haus
  • Stadtschloss
  • Schloss Belvedere
  • Schloss Thiefurt
  • Schloss Ettersburg
  • Park an der Ilm
  • Schlosspark und Orangerie Belvedere
  • Schlosspark Thiefurt
  • Schlosspark Ettersburg
  • Stadtkirche St. Peter und Paul
  • Historischer Friedhof mit Fürstengruft
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UNESCO – Stätten des Bauhauses in Weimar und Dessau

Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit. Karl Friedrich Schinkel (1781-1841)

1919 wurde das Bauhaus von Walter Gropius als Kunstschule gegründet und diente der Zusammenführung von Kunst und Handwerk. Gropius wollte den Unterschied der beiden Richtungen aufheben und das eine ohne jegliche Wertung lediglich als Ergänzung des anderen sehen. Eng verbunden mit der Klassischen Moderne, dem Funktionalismus und der Neuen Sachlichkeit entwickelte sich so eine eigene Stilrichtung der Architektur und der Möbelgestaltung. Die Ausbildung umfasste vielfältige Richtungen des Kunsthandwerks von der Druckerei über die Fotographie, zur Weberei und Bühnenbildner, bis zur Ausstellungsgestaltung. Die ursprünglich in Weimar ansäßige Schule übersiedelte 1925 nach Dessau, wo sie 1932 von der NSDAP verboten wurde. Kurze Zeit, bis 1933, konnte der Unterricht noch in Berlin fortgeführt werden, bis sie von den Nationalsozialisten aufgelöst, ihre Stätten geschlossen und ihre Mitglieder und Studenten verhaftet wurden.

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Bauhaus-Universität

 

In Weimar erzählt das Bauhaus-Museum noch sehr schön von der Geschichte der Schule. Das Gebäude in Dessau wurde im 2. Weltkrieg großteils zerstört, in den 70er Jahren jedoch wiederaufgebaut und zählt ebenfalls zum Weltkulturerbe.

In Weimar umfasst dieses

  • das Hauptgebäude der Bauhausuniversität
  • die ehemalige Kunstgewerbeschule
  • das Haus am Horn

Da viele Mitglieder der Bauhausbewegung in den 1930er Jahren nach Israel auswanderten, wurde der Stil dort fortgeführt und es finden sich große Sammlungen der Bauhausarchitektur in der Weißen Stadt in Tel Aviv.

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UNESCO – Antikes Theben und seine Totenstadt

Ein Mistkäfer ist in den Augen seiner Mutter eine Schönheit. Aus Ägypten

Theben wurde während der 11. ägyptischen Herrscherdynastie etwa 2100 v. Chr auf beiden Seiten des Nils gegründet und stellte lange Zeit die Hauptstadt Oberägyptens dar.

Während sich auf der Ostseite Wohnhäuser, Tempelanlagen und Paläste befanden, wurde westlich des Nils – auf der Seite, auf der die Sonne unterging – die Totenstadt angelegt. img_5979

Um 670 v. Chr. wurde Theben nach Einnahme durch die Aassyrer weitgehend verwüstet. Die Überreste der Stadt wurden in der Folge von Nilschlamm überschwemmt und erst im 19. Jahrhundert im Gebiet der heutigen Stadt Luxor wieder ausgegraben. img_6057

Die Tempelanlagen von Luxor und Karnak sowie das Tal der Könige, das Tal der Königinnen, das Ramsesseum, der Tempel der Hatschepsut sowie die Memnonkolosse als verbliebener Rest des Tempels des Amenopsis III stellen wunderbare Zeugnisse aus der Zeit des Alten Ägyptens dar.

Quelle: unesco.org