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SKOPJE – Aufschwung, oder „es ist alles nur geklaut“?

Es gibt viele Leute, die die großen Dinge tun können. Aber es gibt sehr wenig Leute, die die kleinen Dinge tun wollen. Hl. Mutter Teresa (1910 – 1997)

Von Skopje, der Hauptstadt Mazedoniens, habe ich natürlich schon gehört, aber wenig darüber gewusst und auf der Liste meiner gewünschten Reiseziele kam sie ehrlich gesagt nicht wirklich vor. Nicht einmal auf unserer heurigen Balkan-Rundreise war sie als Highlight eingeplant. Da die Halbstarken und ich auf der Fahrt vom Ohridsee nach Pristina aber quasi durch Skopje durchfahren mussten, bot es sich an, doch dort Rast zu machen und Mittagessen zu gehen. Und vielleicht kurz ein bisschen durch zu bummeln. Nun, was soll ich dir sagen? Aus dem „kurz“ wurde gar nichts und Skopje einfach so links liegen zu lassen, wäre ein wirklicher Fehler gewesen und auch wenn ich mir immer noch nicht ganz sicher bin, ob mir Skopje wirklich gefallen hat, beeindruckt hat es mich durch seine Besonderheit sehr wohl.

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Das Archäologische Museum – und davor die „Bird-Eye-Bridge“

Es stimmt wohl schon, bis vor wenigen Jahren war die Stadt eher herunter gewirtschaftet und grau. 2008 gab es einen Regierungswechsel und  unter dem Titel „Skopje 2014“ begannen in den Folgejahren umfassende Renovierungsarbeiten im Zentrum der Stadt. Eine Menge Geld wurde investiert – man spricht von Zahlen zwischen 600 und 800 Mio Euro – um die Stadt auf Vordermann zu bringen. Denkmäler wurden errichtet, baufällige Gebäude wurden fertiggestellt und die ursprünglichen Bauten aus der jugoslawischen Zeit wurden teilweise mit neuen Fassaden verkleidet. Dieses Projekt ist nicht ganz unumstritten, Kritiker meinen, es gäbe genug Bereiche im Land, deren Verbesserung mit einer Finanzspritze möglich gewesen wäre und die für die Bevölkerung mehr Nutzen gebracht hätten.

Nichtsdestotrotz – für Besucher hat Skopje seitdem einiges zu bieten. Zentrum der Stadt ist der Makedonija-Platz, in dessen Mitte ein Brunnen mit einer riiiiesigen Statue von Alexander dem Großen umgeben von etlichen Löwenskulpturen ziert.IMG_3544

Für die Mazedonien ein Denkmal für ihren bedeutendsten Herrscher – für uns eine herrliche Erfrischung (es hatte 35°C als wir Skopje unsicher machten – da kam jede Abkühlung, und waren es nur ein paar Wasserspritzer aus einem Brunnen, gerade recht) und ein toller Ort zum Fotoshooting…

Apropos bedeutender Herrscher? Weißt du eigentlich, wer die berühmteste Tochter der Stadt war? Genau! Die Hl. Mutter Teresa! Ihr zu Ehren wurde ein eigenes Gedenkhaus an der Stelle errichtet, an der früher die Kirche stand, in der sie getauft wurde. Davor steht eine lebensgroße Statue und in der Stadt verteilt hängen überall Gedenktafeln mit Aussprüchen der klugen Frau.

Überhaupt scheint Mazedonien ein bisschen ein Faible für Statuen und Gedenkstätten zu haben, es wimmelt in der Stadt nämlich gerade so von Skulpturen. Im … Park reiht sich eine Statue an die andere, jeder, der irgendwann in der Geschichte Mazedonien eine Rolle gespielt hat, scheint dort vor zu kommen. Gekrönt wird das Ganze noch von einer Art „Triumphbogen“, der jedoch auch erst vor wenigen Jahren erbaut wurde.IMG_3538

Die Stadt erweckt auf den ersten Blick den Anschein einer langen Geschichte. Das stimmt auch, die Gebäude dort sind jedoch alle ziemlich neu, die Altstadt wurde bei einem Erdbeben … nämlich fast gänzlich zerstört und erst danach wieder aufgebaut.

Das imposanteste Gebäude ist das Archäologische Museum auf der Seite der Altstadt  (Vorsicht: montags ist es geschlossen!), den Vardar kann man direkt durch die „Bird Eye Bridge“ davor überqueren – insgesamt ein schönes, vielleicht sogar etwas übertrieben wirkendes Ensemble, das ebenfalls auf „alt“ macht, aber neu ist.IMG_6148

Gleich neben der Brücke befindet sich auf der einen Seite die alte Steinbrücke, das wirkliche Wahrzeichen Skopjes, auf der anderen Seite die „Art Bridge“, deren Skulpturen von verschiedenen Künstlern Mazedoniens gestaltet wurden. Lauter Männer übrigens… da kann man, auch ohne allzu emanzipiert wirken zu wollen, ein bisschen drüber nachdenken… IMG_3589IMG_3607

Die Tatsache, dass durch das Projekt „Skopje 2014“ so viele neue Gebäude errichtet bzw. ältere Bauwerke „verkleidet“ und das Stadtbild dadurch einschneidend verändert wurde, hat der Stadt übrigens den Titel „Mazedonisches Disneyland“ eingebracht und die Vergleiche mit anderen Städten wie Prag (die Brücke), Paris (der Triumphbogen) oder London (die Festung und die vielen roten Doppeldeckerbusse, die durch die Stadt fahren) sind nicht ganz von der Hand zu weisen – und auch durchaus nicht unumstritten.

Sehr authentisch ist jedoch die wirkliche Altstadt Skopjes auf der anderen Seite des Vardars mit ihrem alten Bazar. Enge Gassen und kleine Geschäfte versprühen ein ganz eigenes Flair und erinnern an die osmanische Herrschaft in der Stadt, nichts hier wirkt so perfekt wie auf der Neustadt-Seite.

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Ursprünglich ein Hamam – heute ein Museum

 

Man findet Moscheen und Hamams, und viele Cafés und kleine Restaurants laden zum Verweilen ein, die Leute sind gastfreundlich und redselig.

Wir haben die Gemütlichkeit dort genossen, mussten wir doch aufgrund der Hitze alle paar Schritte irgendwo auf ein Getränk einkehren. Hübsch ist auch die alte Karawanserei  Pivnica-An mit ihrem schönen Innenhof – leider waren wir nach einem Besuch in der Pizzeria „La Terrazza“ (die Halbstarken wären wohl verhungert, hätten sie nicht auf der Stelle eine ordentliche Pizza bekommen…) unweit des Makedonija-Platzes – viel zu satt, um noch etwas zu essen.

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Karawanserei Pivnica-An

Zu den ursprünglich erhaltenen Sehenswürdigkeiten zählt auch die Burg Kale, die hoch über der Stadt thront und einen herrlichen Ausblich bis weit ins Land hinein bietet. Ein bisschen erinnert die Architektur an den Tower in London. Der Eintritt ist übrigens frei, es lohnt sich daher auf jeden Fall ein kurzer Abstecher in die Festung.

Wie gesagt, Skopje hat einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Auf den ersten Blick einen sehr, sehr positiven, bei näherem Hinsehen durchaus einen, den man überdenken muss. Ein Abstecher hat sich aber auf jeden Fall gelohnt und uns sehr überrascht.

Mein Skopje-Tipp: Unbedingt in einem der vielen kleinen Cafés in der Altstadt einkehren und von dort aus das Basar-Leben und das pulsierende Treiben beobachten.

Warst du auch schon in Skopje? Ich freue mich über deine Eindrücke und Tipps für diese Stadt!

Viel Schönes haben wir auf unserem Roadtrip auf dem Balkan erlebt. Komm doch mit mit uns und hol dir Inspirationen für deine eigene Reise:

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DONAUDELTA – Reise bis ans Ende der schönen blauen Donau

Die Wildnis ist es, die die Welt bewahrt. Henry David Thoreau (1817 – 1862)

Als Österreicher hat man ja immer ein bisschen das Gefühl, als würde die Donau uns gehören, sind wir doch nur zu stolz auf „unseren“ Donauwalzer, schlemmen „unsere“ Donauwelle und reden immer noch ein bisschen verträumt und der Geschichte nachhängend von „unserer“ Donaumonarchie. Dabei übersieht man aber  gerne, dass wir bei Gott nicht die einzigen sind, durch deren Land sich die Donau schlängelt, sondern dass sowohl davor als auch danach noch einiges kommt. Ganz schön viel eigentlich, aber das hält uns nicht von unserer Freude an der schönen blauen Donau ab.Version 2

Die beiden Quellflüsse der Donau, Breg und Briegach entspringen im Schwarzwald bei Donaueschingen. Über 2875 km fließt die Donau danach als zweitlängster Fluss Europas (nur die Wolga ist noch ein bisschen länger) durch Mittel- und Osteuropa, bevor sie im Donaudelta ins Schwarze Meer mündet. 10 Länder passiert sie dabei – Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, ein kleines Stückchen Moldawien, die Ukraine und Rumänien, das haben wir alle in der Schule gelernt. Und während wir die Donau hier in Wien quasi täglich sehen und auch schon in vielen anderen Ländern in ihrem Verlauf gesehen haben, wollten wir nun auch wissen, wie denn das Ende der Donau so aussieht und wir wollten die Pelikane sehen, die dort noch in freier Wildbahn lebten. Das Donaudelta sollte ja wirklich ganz bezaubernd sein – und so haben sich die Halbstarken und ich eben das Donaudelta als einen der Höhepunkte unseres heurigen Sommer-Roadtrips ausgesucht.IMG_2067IMG_2079

Die Ukraine und Rumänien teilen sich ja die Ehre, diese wunderschöne Landschaft beheimaten zu dürfen. Wir haben den größeren, rumänischen Teil des Deltas erkundet, aber auch auf ukrainischer Seite ist das möglich, auch wenn der Tourismus dort noch weniger fortgeschritten ist als in Rumänien und die Organisation einer Reise dorthin vielleicht ein paar Hürden mehr mit sich bringt.IMG_1988

Das Donaudelta ist riiiiesig, nämlich 5800 m2, und steht unter strengem Naturschutz und wurde 1991 auch zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt – und wir standen bei unserem Besuch erst mal vor dem Problem, irgendwo „anfangen“ zu müssen. Im ganzen Delta gibt es 24 Ortschaften und eine kleine Stadt, nur 3 der Dörfer sind mit dem Auto zu erreichen, der Rest lediglich per Boot. Ganz am Rand des Deltas liegt Tulcea, eine Stadt mit etwa 90.000 Einwohnern, die von Touristen gerne als Ausgangspunkt für Expeditionen ins Donaudelta genutzt wird. Wir wollten allerdings etwas „näher dran“ sein und entschieden uns daher für das beschauliche Dorf Dunavatu de Jos, wo wir in einer einfachen Privatunterkunft, der Vila Rihanna, 4 Tage verbrachten. Nach Dunavatu de Jos ist die zivilisierte Welt quasi zu Ende. Die letzte Straße mündet in einen klitzekleinen Hafen, danach kommt nur mehr Wasser und Wildnis.IMG_2149

Auch wenn in den letzten Jahren der internationale Individualtourismus zugenommen hat, eine Reise ins Donaudelta (sofern man jetzt nicht mit einer organisierten Reise zB im Rahmen einer Donaukreuzfahrt dorthin fährt) ist anders, als wenn man in Mitteleuropa ein wenig „Wildnis“ erkunden möchte. Von Tulcea aus gibt es zwar sehr viele organisierte Fahrten ins Delta, möchte man jedoch ein bisschen eigenständiger und individueller unterwegs sein, bedarf das einiger Selbstorganisation und viel Herumfragen. Touristeninformationen gibt es – ebenfalls wieder abgesehen von Tulcea – nicht, aber es kennt meistens jeder irgendjemanden, der jemanden kennt… Du weißt schon…IMG_2011

Da all die Leute, die unsere Vermieterin kannte, aber niemanden kannten… wussten wir erst mal nicht so genau, wie wir nun weitermachen sollten und wie wir unserem Ziel – die Pelikane in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten – näher kommen würden. Dann tauchte aber eine Freundin der Vermieterin auf, die eine Freundin hatte und deren Mann…

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endlos schlängeln sich die Wasserstraßen durch das Delta

 

Naja, kurzum, am nächsten Tag ging es los und der für uns organisierte Fischer brachte uns mit seinem klitzekleinen Boot hinein mitten ins Donaudelta. Diese Leute sind dort aufgewachsen und kennen die Gegend wie ihre Westentasche – für uns war es mit der Orientierung bald vorbei, das Labyrinth an kleinen Wasserstraßen, nur unterbrochen von ab und zu einem kleinen See, verwirrte uns völlig. Aber das machte nichts, wir kamen ohnehin aus dem Staunen nicht mehr raus, als wir durch diese wunderschöne Landschaft fuhren. Schilf und Seerosen, wohin man sah, die umliegenden Bäume wuchsen fast bis ins Wasser, sogar Kühe badeten im Wasser. Tiere ohne Ende – es machte uns Freude, im Dickicht all der Pflanzen dort, Frösche, Fische und Vögel zu entdecken.

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Durch uns aufgeschreckte Schwäne… und ganz hinten all ihre Freunde…

Das kleine Motorboot machte leider ziemlich viel Lärm, sodass unser Fischer immer wieder den Motor abstellte, damit wir nicht all zu viel Vögel aufschreckten. Wir konnten Reiher beobachten, in schwarz und in weiß, Kolonien von Schwänen schreckten vor uns auf und flogen höchst beeindruckend mit einem Höllenlärm vor uns davon und schließlich, als das Wasserlabyrinth etwas lockerer wurde, schwammen sie endlich vor uns: die Pelikane!! Scheu sind sie, und natürlich nahmen sie Reißaus, als sie uns entdeckten, aber dennoch blieb genug Zeit, sie zu bewundern.

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Stolzer Fischer mit seiner Beute

Wir konnten uns irgendwie gar nicht sattsehen und auch die Halbstarken waren begeistert und wollten immer weiterfahren, als der Fischer uns fragte, ob wir denn nicht schon zurück wollten. Neiiiiin!!!! IMG_1987Immer wieder fand er irgendwelche Wasserstraßen, die wir noch nicht abgeklappert waren, immer wieder tauchten neue gefiederte Bewohner vor uns auf, überall gab es etwas zu entdecken. Und dabei haben wir nur den kleinen, südlichen Teil des Donaudeltas gesehen, die Möglichkeiten dort wären wirklich unerschöpflich. Wir haben auch ein Pärchen getroffen, dass das Donaudelta überhaupt ganz alleine mit dem Kanu erkundet und dazwischen im Zelt übernachtet, das ist an einigen Stellen noch erlaubt, in der strengen Schutzzone jedoch nicht.

Mit Baden ist im Donaudelta natürlich nichts, das Wasser sieht auch sumpfig genug aus, dass man erst gar nicht wirklich auf die Idee kommen würde. Wenn man Lust aufs Schwimmen bekommt, muss man ganz hinaus fahren bis ans Schwarze Meer. Auch das haben wir uns zum Glück nicht entgehen lassen. Vom kleinen Ort Jurilovca aus gibt es Fähren, die nach Gura Portitei, einer kleinen Sandbank, die auf der einen Seite noch ans Delta, auf der anderen Seite schon ans Schwarze Meer grenzt.

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Angekommen in Gura Portitei

Mit den Fähren und den Fahrplänen ist das allerdings nicht so einfach, es fanden sich jedoch am kleinen Hafen sehr schnell eine Hand voll anderer Leute, die ebenfalls dort hin wollten und ein Fischer bot an, für ein geringes Entgelt uns alle hinzubringen. Nun ja,… es war durchaus ein Abenteuer! In eine kleine, schaukelnde Nussschale wurden alle Leute gequetscht, die mitfahren wollten und wir überquerten SEHR wackelig einen riesigen See. Die Fahrt hat sich aber ausgezahlt – Gura Portitei ist entzückend! Es gibt dort nur ein kleines Hotel und ein Restaurant – ansonsten Sand und Muscheln, wohin das Auge reicht! Seeeehr idyllisch!IMG_1845IMG_1843

Die Donau teilt sich im Delta in 3 Arme auf – den Sfantu-Arm, den Chilis-Arm und den Sulina-Arm – am Ende des letzteren, dort wo das Schwarze Meer beginnt und der endgültige 0-Punkt der Donau festgelegt wurde, liegt die kleine Stadt Sulina, die wir ebenfalls besucht haben. Es wimmelt dort gerade so vor Schiffen, kleinen und großen, die ihre Reise von oder zu der Donau antreten. Sulina ist ein kleines bisschen touristisch, als mehr als unser winziger Ort Dunavatu de Jos, und so werden auch von dort viele Exkursionen ins Delta angeboten. Außerdem hat es den ganz großen Vorteil, dass es so weit draußen liegt, dass es auf der anderen Seite schon ans Meer grenzt und man daher auch herrlich dort baden kann.IMG_5213

Unser Ausflug ins Donaudelta – er war ein ganz, ganz eindrucksvolles Erlebnis und sicher einer der ganz großen Höhepunkte unserer heurigen Balkan-Reise. Die Urtümlichkeit der Natur, all die vielen, vielen Tiere und die Ruhe dort haben sich in uns tief eingeprägt und uns schwer beeindruckt.IMG_5268

Mein Donaudelta-Tipp: Als Ausgangsbasis unbedingt einen der kleinen Orte wählen, um das Delta hautnah zu erleben, einfache Quartiere werden fast in jedem Dorf angeboten. Die Vila Rihanna in Dunavatu de Jos, wo wir untergekommen sind, war schlicht, aber sauber und gleich daneben im Restaurant Pestisorul (Str. Dunareni 107, es ist leider keine Homepage verfügbar), findet man den besten Fisch der Gegend.

 

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TRANSNISTRIEN – nie was von gehört, oder??

Wer reisen will,
muss zunächst Liebe zu Land und Leute mitbringen,
zumindest keine Voreingenommenheit.
Er muss guten Willen haben, das Gute zu finden
anstatt es durch Vergleiche tot zu machen.
Theodor Fontane (1819 -1898)

Also noch nie in meinem ganzen Leben habe ich von einem Land namens Transnistrien (gerne auch Transdnestrien genannt) gehört. Du vielleicht??? Das liegt jetzt vielleicht daran, dass wir alle gemeinsam gröbere Bildungslücken haben. Oder daran, dass dieses Land so unbekannt ist, dass man es einfach nicht kennen kann. Ich glaube mittlerweile, eher weiteres ist der Fall… 😉

Erst als meine liebe Ex-Schwägerin Karin und ich uns auf den Weg nach Moldawien machten und den zugehörigen Reiseführer studierten, fiel uns das erste Mal auf, dass es ganz im Osten des Landes einen Streifen jenseits der Dnister gab, der auf der Landkarte lila gefärbt war. Das klang irgendwie interessant und besonders und so haben wir uns näher damit beschäftigt und und schließlich sogar auf den Weg dorthin gemacht.IMG_4505

Transnistrien ist ein Gebiet, eben jenseits des Flusses Dnister (auf Russisch Dnestr, daher kommt die etwas unterschiedliche Bezeichnung) das sich von Moldawien abgespalten hat und das sich fast ein bisschen trotzig vom Rest der Welt abkapselt. Es ist völlig an Russland orientiert und wird auch von dort unterstützt, entsprechend wird im ganzen Land nur Russisch gesprochen, auch wenn Transnistrien politisch gesehen immer noch zu Moldawien gehört. Als Währung gilt der Transnistrische Rubel, manchmal (aber wirklich nicht immer) lässt man sich jedoch auch dazu herab, moldawische Lei anzunehmen. Die Transistrier sehen sich als Russen und man fühlt sich bei einem Aufenthalt in diesem Land tatsächlich wie in einer Zeitkapsel in die alte Sowjetunion zurückversetzt. Hammer und Sichel zieren das Wappen Transnistriens und vor dem Parlamentsgebäude steht immer noch eine Lenin-Statue. Völlig skurril und fast ein bisschen unheimlich!IMG_1069.jpg

Von Chiçinau aus erreicht man Tiraspol, die Hauptstadt Transnistriens in etwa 1 1/2 Stunden Bahnfahrt – es gibt täglich nur 1 Zugverbindung hin und 1 zurück – oder nach etwa 2 Stunden in einem klapprigen Minibus. Das Zugticket für die 75 km lange Strecke kostet umgerechnet gerade mal 1 €, ein durchaus leitbarer Ausflug übrigens. Gleich bei der Einreise am Bahnhof muss man sich beim Immigrationsschalter (hallo – wir wollten nicht einwandern, wir waren nur Touristen und wir wollten GANZ sicher nicht dort bleiben!!!) registrieren und diverse Zettel ausfüllen – und man erhält dann die Erlaubnis, sich max. 10 Stunden in diesem Land aufzuhalten. Was passiert, wenn man länger bleibt, weiß ich nicht  – aber es ist wohl besser, es nicht drauf ankommen zu lassen…

Tiraspol verspürt den typischen Ost-Charme, wie man ihn sich schöner nicht vorstellen könnte. Plattenbau reiht sich an Plattenbau, Heldenstatuen sind in der ganzen Stadt verteilt. Regierungs- und Kulturpalast könnten kommunistischer nicht sein, weite Plätze erinnern an Bilder von riesigen Paraden und Aufmärschen, die unsereins nur aus dem Fernsehen kennt.IMG_1054

Als einzige Stadt auf der rechten Seite der Dnister gehört auch Bender noch zu Transnistrien. Die Stadt an sich ist nicht besonders sehenswert, schön ist allerdings die zugehörige Burg, die direkt am Flussufer lohnt. Vom Burgturm hat man einen herrlichen Ausblick über das Land – und bis ins verfeindete Moldawien hinein. Mit dem O-Bus Nummer 19 kann man Bender übrigens direkt von Tiraspol aus erreichen. Tickets gibt’s im Bus für wenige Rubel.IMG_4575IMG_1094

Ansonsten gibt es in Transnistrien keine nennenswerten Städte, aber viele kleine Dörfer. Einen herrlichen Blick über die Landschaft konnten wir bereits genießen, als wir das moldawische Kloster Tipova besuchten.IMG_0974

Sehr skurril ist auch, dass Transnistrien von einem Sheriff regiert wird, der von Tankstellen über das gesellschaftliche Leben bis zum Mobilfunknetz alles kontrolliert, was im Land so vor sich geht. Sogar der wichtigste Fussballverein des Landes inkl. das zugehörige Stadion ist nach ihm benannt: FC Sheriff Tiraspol.IMG_4555

Was uns überrascht hat war, dass sich in Tiraspol einige durchaus nette Lokale mit westlichem Standard finden. Für Kaffee und Kuchen empfiehlt sich zum Beispiel das Café Love auf der Lenin Straße 9, das lustiger Weise eine österreichische Kaffee-Marke führt. Das Restaurant Mafia auf der Straße des 25. Oktobers serviert japanische und italienische Küche – wir haben es getestet und für gut befunden…IMG_4527.jpg

Moldawien’s abtrünnige Region war mit Abstand das seltsamste Land, das ich bis jetzt besucht habe. Es war eine Erfahrung für sich und vor allem bei der Einreise etwas gruselig, aber durchaus sehenswert. Und wer kann schon von sich behaupten, je in Transnistrien gewesen zu sein?

Mein Transnistrien-Tipp: bei schönem Wetter laden die Sandstrände in Tiraspol durchaus zum Entspannen ein. Wir haben auch Leute gesehen, die in der Dnister gebadet haben, möchten das allerdings nicht unbedingt empfehlen. Weiter als bis zu den Knöcheln hätten wir uns nicht in dieses Gewässer getraut…

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MOLDAWIEN – eine Reise in das ärmste Land Europas

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MOLDAWIEN – eine Reise in das ärmste Land Europas

Nicht wer zu wenig hat, sondern wer mehr begehrt, ist arm. Lucius Annaeus Seneca (4 v. Chr – 65 n. Chr)

Meine liebe Karin und ich waren schon in vielen Ländern. Auf der Suche nach einem Ort, wo wir beide noch nicht waren, hat es uns diesmal nach Moldawien (das sich gerne auch Moldova nennen lässt) verschlagen, das Erstaunen und Unverständnis unserer Mitmenschen über dieses ungewöhnliche Reiseziel war ähnlich groß wie vor 2 Jahren, als wir gemeinsam ASERBAIDSCHAN unsicher gemacht haben. Selbst nicht ganz so genau wissend, was uns dort erwarten würde, sind wir daher in Chiçinau aus dem Flugzeug geklettert und wurden von einer Stadt empfangen, auf die der Begriff „Ostcharme“ nicht treffender passen könnte.Version 2

Mit der Unabhängigkeit des Landes von der Sowjetunion am 31.08.1989 (Plätze und wichtige Straßen wurden nach diesem Tag benannt, sodass sich auch der uninteressierteste Besucher dieses Datum irgendwann automatisch merkt) hat Moldawien zwar dem kommunistischem Regime den Rücken gekehrt – die Spuren davon sind jedoch immer noch mehr als allgegenwärtig.IMG_4267

Wobei – der erste Eindruck war gar nicht schlecht. Vorbei an den für all diese ehemaligen kommunistischen Länder so typischen riesigen Plattenbau-Siedlungen erreichten wir das Stadtzentrum und damit unser Hotel Thomas Albert, das uns mit seinem westlichen Standard durchaus beeindruckte. Die Kommunikation mit den Angestellten dort war auf Englisch problemlos möglich, alles war sauber und hätten wir nicht gewusst, wo wir wirklich sind, so wäre jedes andere Land als Aufenthaltsort genauso gut in Frage gekommen.

Bei einem ersten Stadtbummel allerdings merkten wir sehr schnell, dass hier alles anders war. Halb eingefallene Häuser reihten sich aneinander, kaum ein Gehsteig-Abschnitt, der einigermaßen gerade war. Die Zäune hatten Löcher und das Straßenbild war geprägt von Hochhäusern, die hässlicher nicht sein könnten. Im Hotel hat man uns einen Stadtplan ausgehändigt, auf dem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt markiert waren. Und so begaben wir uns schnurstracks zum Eternintate Memorial Complex, wo sich der Inbegriff eines kommunistischen Denkmals mit Heldenreliefs und ewiger Flamme über einen ganzen Park verstreut, befand.

Viel mehr Helden noch erwarteten uns auf diversen Plätzen in der ganzen Stadt. Dazwischen erstreckten sich zahlreiche Paläste und Regierungsgebäude, aber auch so manche durchaus hübschen Bauwerke, die bereits vor der Herrschaft der Sowjetunion errichtet und aus irgendeinem Grund den kommunistischen Kahlschlag überstanden hatten.IMG_4251

Eine Altstadt oder ein wirkliches Zentrum gibt es in Chiçinau nicht, am ehesten kann man als dieses den Bulevardul Stefan cel Mare mit den angrenzenden Parks bezeichnen. Dort finden sich einige Restaurants und vereinzelt Cafés (die Auswahl ist nicht sonderlich groß, was uns aber gefallen hat, weil einigermaßen modern und nett zu sitzen ist eine Filiale von Tonys Pizza direkt an der Hauptstraße), es reiht sich Handyshop an Handyshop, unterbrochen nur von einigen Kleidungsgeschäften mit zweifelhaft schicker Ware.IMG_4248

Wenn man die einheimische Küche kennenlernen möchte, empfiehlt sich ein Besuch des Restaurants Vatra Neamului. Dort kann man in sehr urtümlichem Ambiente Eintöpfe & Co probieren und bekommt auch noch eine kleine Darbietung an moldawischer Musik mitserviert.IMG_4301 (1)IMG_4307 (1)

Apropos Ware: eingekauft wird in Chiçinau von Montag bis Sonntag am großen Bazar und auch als Besucher sollte man es sich nicht nehmen lassen, einmal über diesen riiiiesigen Markt zu wandern und das abwechslungsreiche Angebot zu bewundern. Hier gibt es wirklich ALLES – von Obst und Gemüse, Fleisch (zum Teil werden die geschlachteten Tiere erst dort zerkleinert und auf einheitlichen blauen Waagen abgewogen), über Hausrat, Dessous (Karin hätte fast groß zugeschlagen, wäre da nicht das Problem der fehlenden Umkleidekabinen gewesen…), Schreibwaren bis zu Hochzeitsmode. Wirklich sehenswert!IMG_0900 (1)

Was uns in Moldawien, abgesehen von dem vielen Elend, das es dort durchaus noch gibt, sehr betrübt hat, waren die Leute und die verbitterten Gesichter, mit denen sie durch’s Leben schritten. Wir haben anfangs ja geglaubt, wir würden uns das nur einbilden, aber es herrschte dort eine Tristesse, wie wir sie noch nirgendwo gesehen haben. Egal ob Jung oder Alt, es fand sich kaum jemand, der lachte!! Jugendliche in Kaffeehäusern, die bei uns bestimmt „herumgegackert“ hätten, saßen ruhig beisammen, Freunde unterhielten sich ernsthaft, auch den Damen und Herren am Basar entkam kein Lächeln, wenn sie mit ihren Kunden sprachen. Traurig und sehr beklemmend!IMG_0913.jpg

Man muss ehrlich sagen, dass man Moldawien’s Hauptstadt locker an einem Tag besichtigen kann. Es blieb uns also genug Zeit, auch das Umland etwas zu erkunden. Wir hatten von Höhlenklöstern gehört, die wir unbedingt sehen wollten. Als öffentliche Verkehrsmittel werden zwar Busse angeboten, da das System aber kompliziert ist und Fahrpläne weitgehend inexistent sind, haben wir uns für ein Taxi entschieden, um diese Orte zu besuchen. Die Preisverhandlungen gestalteten sich zwar als schwierig, da unser Taxifahrer – wie die meisten anderen Leute, denen wir begegneten auch – weder English noch Deutsch oder sonst eine andere Sprache verstanden, und unser Moldawisch eher dürftig war. Wir haben uns schlussendlich aber mit Händen und Füßen auf die Fahrtroute und den Preis geeinigt und auch mit der Frau des Fahrers Rücksprache gehalten, die sich in gebrochenem Englisch nochmal über unsere Ziele vergewissern wollte.IMG_4384.jpg

Moldawien’s Landschaft ist zwar nicht sehr abwechslungsreich, es gibt weder hohe Berge noch Strände, aber sie ist geprägt von unendlich vielen Nussbäumen, teilweise in Alleen angeordnet. Und wir hatten das Glück, gerade zur Blütezeit der Sonnenblumen in Moldawien zu sein, welche das ganze Land über viele, viele Kilometer in ein hübsches Gelb tauchten.

Die Höhlenklöster – Orheiul Vechi und Tipova – waren wirklich sehenswert. Ersteres mit seiner Marienkirche, dem Glockenturm und den Einsiedler-Höhlen, thronte hoch über dem kleinen Fluss Raut, der sich in dieser Gegend durch ein felsiges Tal schlängelte. Es gilt als einer der bedeutendsten sakralen Orte und wichtigsten touristischen Attraktionen des Landes. Und tatsächlich trafen wir dort auch eine Handvoll anderer Touristen an, während uns zB in Chiçinau außer in unserem Hotel überhaupt keine Reisenden begegnet sind.IMG_0930IMG_0945

Tipova liegt an der Dnister und ist landschaftlich wirklich reizvoll. Der Blick von dort reicht weit über das Tal und den Fluss hinweg in die abtrünnige Region Transnistrien. Während die Kirche selbst nicht sonderlich sehenswert ist (der Priester, der dort offenbar permanent die Glocken läutet schon eher…), sind die alten  Klosterhöhlen noch sehr gut erhalten und können besichtigt werden, nachdem man bei einer Frau, die plötzlich quasi aus dem Gestrüpp heraus mitten in der Einöde auftaucht, ein paar Lei als Eintrittsgeld abliefert.IMG_4460IMG_4472

Leider hielt der „Pakt“, den wir mit unserem ebenfalls niemals lächelnden Taxifahrer geschlossen hatten, nur kurz an, denn kaum hatten wir unsere Ziele abgeklappert, ließ er uns – per SMS über seine Frau – wissen, dass der Fahrpreis nun doppelt so hoch wäre, wenn wir doch auch wieder zurück nach Chiçinau fahren wollten!!! Eine Weile waren wir versucht uns über soviel Frechheit zu ärgern, dann beschlossen wir, einfach bei unserer ursprünglichen Vereinbarung zu bleiben und haben genau den ausgemachten Preis bezahlt. Das hat unserem Chauffeur natürlich nicht gefallen, und ganz kurz wollte er uns noch nachlaufen, als wir das Taxi verlassen hatten, irgendwie dürfte er jedoch die Aussichtslosigkeit, durch seine Dreistigkeit an den doppelten Fahrpreis zu kommen, dann doch erkannt haben und ist schimpfend in seinem Wagen verschwunden.IMG_0977

Ansonsten muss ich aber sagen, haben wir uns in Moldawien schon sicher gefühlt. Auch wenn es nicht mal in der Hauptstadt eine vernünftige Straßenbeleuchtung gibt und die Straßen wirklich ein bisschen unheimlich wirken, man kann sich als Frauen, vor allem wenn man nicht ganz alleine unterwegs ist, durchaus frei bewegen, ohne in brenzlige Situationen zu kommen. Gewarnt wird allerdings vor Taschendieben, vor allem natürlich bei Menschenansammlungen wie zB auf den Märkten.IMG_1016

Was nehmen wir von dieser Reise nach Moldawien mit nach Hause? Spannende Erinnerungen an eines der ärmsten Länder Europas, das Gefühl einer Zeitreise mindestens 50 Jahre zurück in ein postkommunistisches System, wie wir es sonst noch nirgendwo in diesem Ausmaß erlebt haben. Können wir Moldawien als Reiseland empfehlen? Durchaus, aber nicht für jeden. Wir können es dann empfehlen, wenn man bereit ist, sich auf Neues (eigentlich ja Altes, aber für uns halt Neues… ihr wisst schon, was ich meine…) einzulassen. Man sollte nicht erwarten, dass man in ein „schönes“ Land fährt, wenn man eine Reise nach Moldawien plant – aber in ein Interessantes allemal!

Mein Moldawien-Tipp: Ein Tag in Chiçinau ist genug um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen. Ein Ausflug aufs Land hinaus lässt einen eine Idee davon bekommen, wie die Leute dort wirklich leben. Über das Land verstreut gibt es etliche Klöster, deren Besuch sich lohnt, allerdings sollte man dafür genügend Zeit einplanen. Die Straßen abseits der Hauptrouten sind schlecht und teilweise nicht asphaltiert, sodass das Vorankommen einfach dauert. Es lohnt sich aber!

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BRÜSSEL – zu Gast in Europas Hauptstadt

An zu viel Glück ist noch keiner gestorben. Flämisches Sprichwort

3 Tage lang waren die Halbstarken und ich im August 2014 in Brüssel. 3 Tage, an denen wir viel gesehen und erlebt haben und in denen wir durchaus einen Einblick in diese Stadt gewonnen haben, die aufgrund ihrer Bedeutung innerhalb der Europäischen Union viel mehr Einfluss auf unser tägliches Leben hat, als wir auf den ersten Blick glauben würden. Wir reden heute noch oft und gerne über diese Reise nach Brüssel. Warum? Weil wir in Brüssel

  • soviel Waffeln und Schokolade gegessen haben, wie noch nie
  • unsere Liebe für Comics entdeckt haben
  • den einzigen Strafzettel für Falschparken bekommen haben, den wir nie gezahlt haben und uns so oft verfahren haben, wie sonst noch nirgends
  • drauf gekommen sind, dass uns zu unserem Glück ein Haustier fehlt – prompt haben wir uns nach unserer Rückkehr dann einen Hamster zugelegt
  • ein etwas eigenartiges und langwieriges Erlebnis mit dem Feuermelder in unserem Appartement hatten und nun wissen, dass die Feuerwehr nicht kommt, nur weil der Alarm losgeht
  • versucht haben, in unserem schönsten Französisch zu plaudern – aber immer deutsche oder englische Antworten bekommen haben…

Wenn du selbst noch nie in Brüssel warst, macht dir dieser Artikel vielleicht Lust auf einen Ausflug in die belgische Hauptstadt. Uns hat es gefallen – insbesondere ob der Vielfältigkeit, die wir in jeder Hinsicht dort vorgefunden haben.

Wir hatten Glück mit dem Zeitpunkt, zu dem wir in Brüssel waren. Einmal pro Jahr gibt es genau für ein Wochenende am Grand Place den berühmten Blumenteppich. Innerhalb von wenigen Stunden legen hunderte Freiwillige dieses Kunstwerk aus Begonien auf, das man dann für genau 3 Tage bewundern kann. Welch ein Zufall, dass wir wirklich genau zu diesem Zeitpunkt in Brüssel waren, quasi zur rechten Zeit am rechten Ort… Das hatten wir nicht geplant, aber es war wirklich wunderschön und wenn wir nochmal nach Brüssel fahren, dann werden wir, wenn irgendwie möglich, den Zeitpunkt berücksichtigen. Den nächsten Blumenteppich gibt es übrigens von 11. bis 13. August 2017 und von 17. bis 19. August 2018.IMG_0508

Wenn man sich dann schon am Grand Place im Herzen Brüssels befindet, lohnt es sich durchaus, sich ein wenig umzusehen, befinden sich dort doch mit dem Rathaus (Hôtel de Ville), dem gegenüber liegendem Broothuis (Maison du Roi) und den angrenzenden Zunfthäusern wirklich die Prunkbauten der Stadt.  Nicht zu Unrecht zählt der Grand Place daher auch zum UNESCO Weltkulturerbe! Wenn nicht gerade der Blumenteppich unzählige Einheimische und Touristen anlockt, findet sich auf diesem Platz auch stets ein fröhliches Treiben auf dem Platz selbst und in den umliegenden Lokalen. Wie auch überall sonst im absoluten Stadtzentrum sind die Preise natürlich so, dass man die Lage mit bezahlt, aber es lohnt sich durchaus, kurz inne zu halten und einfach die schöne Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Apropos wirken lassen: Etliche Spezialitäten hat Belgien natürlich zu bieten, die man sich nicht entgehen lassen soll: da wären einerseits die wirklich SEHR typischen Waffeln, die es mit allerlei Toppings von Schokolade über Erdbeeren, Eis, Schlagobers bis zu den verschiedensten Früchtekombinationen gibt. Dann natürlich die Belgische Schokolade – herrlich, ein absolutes „Muss“… Und dann wäre da noch das Belgische Bier, das meiner Meinung nach ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist, gibt es dieses doch in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Kirsche und Pflaume habe ich probiert, weil es halt einfach dazu gehört. Nun ja, was soll ich euch sagen..? Wenn man seit 16 Jahren in Wien-Ottakring wohnt, und sich über die Jahre an das heimische Bier gewöhnt hat, überzeugt einen das nicht so wirklich…IMG_0461

Unweit vom Grand Place findet man den wohl berühmtesten „Einwohner“ Brüssels: das Manneken Pis. Manchmal nackt, manchmal mit verschiedensten Kostümen bekleidet, pinkelt es fröhlich in seinen Brunnen. Menschentrauben davor versuchen, ein Selfie mit sich zu knipsen oder gar die ganze Familie mit dem Manneken Pis abzubilden und man muss eher Glück haben, wenn man einen freien Blick darauf erhaschen kann. Nachvollziehen konnten wir diese Euphorie eigentlich nicht, im Gegenteil, wir waren eher enttäuscht davon, hätten wir doch eine „richtige“ Statue erwartet und nicht bloß einen 60 cm kleinen Gesellen. Aber Größe ist ja angeblich nicht alles und so erlangte der kleine Mann dennoch seine Berühmtheit.IMG_0517

Bei weitem imposanter waren da schon die Shopping Arcarden Galleries Royals, die auf über 100 m Länge etliche Designerläden beherbergen. Für eine richtige Shoppingtour hat unser Reisebudget leider nicht gereicht, aber immerhin konnten wir uns mit ausreichend Schokolade eindecken…IMG_0462

Am nächsten Tag ging es dann in einen moderneren Teil Brüssels. Etwas außerhalb des Stadtzentrums findet man das Wahrzeichen der Stadt: das Atomium. 1958 für die Weltausstellung erbaut, beherbergt das einem Eisenatom nachgebaute Konstrukt heute einerseits seine eigene Geschichte, andererseits wechselnde Ausstellungen über naturwissenschaftliche Themen. Die 9 Kugeln sind mit Aufzügen und Rolltreppen miteinander verbunden und von der obersten Kugel aus hat man aus ca. 100 m Höhe einen herrlichen Blick auf die Stadt.

Gleich daneben befindet sich Europa im Kleinformat – das Mini-Europe. In einem hübsch angelegten Park finden sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Europas im Maßstab 1:25. Alles ist liebevoll gestaltet und sehr detailgetreu ausgeführt. Alle Länder der Europäischen Union sind vertreten, Österreich wird beispielsweise durch das Stift Melk repräsentiert, aus Deutschland finden sich unter anderem das Brandenburger Tor in Berlin, das Holstentor zu Lübeck und der Dom von Speyer. Die Kinder waren von diesem Mini-Land wirklich beeindruckt und wir haben Stunden dort verbracht 😉 Im Ausgangsbereich findet sich eine Ausstellung über die EU, wo auf spielerische Weise allerlei Wissenswertes vermittelt wird. Wenig politisch, wie wir finden, sondern eher auf die Besonderheiten der einzelnen Länder Bedacht nehmend.

Brüssel ist eine Comic-Stadt. Es gibt ein Comic-Museum und einen Comic Walk, wo man auf einem Rundgang durch die Stadt auf über 5 km verschiedenste Comics an den Fassaden bewundern kann. Noch nie sind die Halbstarken ohne zu murren einfach kilometerweit durch eine Stadt spaziert…IMG_0527

Dann mussten wir uns natürlich auch den Royals etwas widmen und uns ansehen, wo König Philippe und seine Mathilde mit ihrer Familie residieren. Ich mag ja Königsfamilien – die jetzigen mehr, als die der Vergangenheit – und gebe zu, dass ich schon manchmal ganz gerne ein bisschen Klatsch und Tratsch über sie lese. Und ihre Schlösser bewundere. Irgendwie würde ich doch auch selbst eine ganz gute Prinzessin abgeben, oder nicht? Mehr noch als das Schloss hat uns allerdings der Jubelpark mit seinen schönen Gartenanlagen, dem Triumphbogen und den Ausstellungshallen gefallen, in denen ein Oldtimer-Museum untergebracht ist.IMG_0688

Brüssel ist sehr vielseitig und wir waren eigentlich von der Stadt im Großen und Ganzen sehr positiv überrascht, auch wenn wir in den 3 Tagen natürlich bei weitem nicht alles gesehen haben. Eine Reise mit Kindern läuft ja doch immer ein bisschen anders ab, als wenn man eine Stadt alleine oder mit Freunden besuchen würde.

Was eigentlich noch auf unserem Programm stand, was wir leider aus Zeitgründen aber nicht mehr geschafft haben, war ein Besuch des Europäischen Parlaments mit dem sogenannten Parlamentarium, dem zugehörigen Besucherzentrum, das uns sehr empfohlen wurde. Aber Brüssel ist ja nicht aus der Welt und bestimmt findet sich irgendwann wieder mal die Gelegenheit hinzufahren – und dann muss ja auch noch ein bisschen etwas übrig sein, das man noch nicht gesehen hat, nicht wahr?

Mein Brüssel-Tipp: nimm dir genug Zeit, einfach durch die Gassen zu flanieren. Die Innenstadt von Brüssel ist kompakt und zu Fuss leicht zu erkunden, an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Zwischendurch lohnt sich immer wieder ein Abstecher in eines der zahlreichen Cafés. Sehr stilvoll ist zum Beispiel das Café Métropole auf der Place de Brouquere

 

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UNESCO – Grand Place Brüssel

Letztlich bekommt jeder von uns genau das, was er verdient – aber nur die Erfolgreichen geben das zu. Georges Simenon (belgischer Schriftsteller 1903 – 1989)

Der große Platz (Grand Place) liegt im Herzen Brüssels und zeichnet sich durch seine architektonische Vollständigkeit aus. Umgeben von barocken Zunfthäusern findet sich dort das gotische Rathaus (Hôtel de Ville) der Stadt Brüssel sowie das Broothuis (franz. Maison de Roi) auf der gegenüber liegenden Seite des Platzes.

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Broothaus

Anfang des 15. Jahrhunderts wurde das Rathaus in spätgotischem Stil mit seinem imposanten Belfried erbaut, das Broothuis in seiner jetzigen Form ist der Renaissance zuzuschreiben. Zunfthäuser gab es am Grand Place schon seit Beginn der Aufzeichnungen, nach ihrer ursprünglichen Zerstörung wurden sie in der heutigen Ausgestaltung Ende des 17. Jahrhunderts erbaut. 37 an der Zahl reihen sich an dem 1,48 ha großen Platz aneinander.

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Rathaus

Der Grand Place ist heute das belebte Zentrum Brüssels und ein Touristenmagnet. Hotels und Cafés reihen sich aneinander, wochentags findet sich dort der Blumen-, am Sonntag der Vogelmarkt. Einmal im Jahr, Mitte August, ist derô aus einer 3/4 Million Geranien bestehende Blumenteppich ein besonderer Anziehungspunkt des Grand Places.

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Comic-Walk BRÜSSEL – auf den Spuren von Asterix,Tim & Struppi, Lucky Luke & Co

I’m a poor lonesome cowboy and a long way from home! Lucky Luke

Eine besondere Attraktion in Brüssel ist der sogenannte Comic Walk. Öffentlich zugänglich wurde eine Route in der Stadt angelegt, an der man während eines 5 km langen Spazierganges an über 40 Fassaden vorbei kommt, die mit den unterschiedlichsten Comic-Helden verziert sind.IMG_0530

Ausgehend von der Touristeninformation im Herzen Brüssels in der Rue Royale, wo man auch den zugehörigen Plan ausgehändigt bekommt, spaziert man gemütlich durch die Stadt. Man kommt dabei abgesehen von Orten, die man ohnehin besuchen möchte, auch in kleine Gässchen und Gegenden, die man ansonsten vielleicht nicht auf seinem Programm hätte.IMG_0529IMG_0528

Vorbei an Tim und Struppi und Asterix begegnet man auf der Strecke an den Fassaden den unterschiedlichsten Helden. Lucky Luke ist ebenso anzutreffen wie die Schlümpfe und Massupilami oder für uns eher unbekannte Gestalten wie Rick Hochet oder Le Jeune Albert.

Ein besonderer Spaß ist der Rundgang natürlich für Kinder, die plötzlich ganz freiwillig und ohne zu jammern durch die Stadt marschieren – immer auf der Suche nach dem nächsten Comic. Die Jagd danach wurde bei uns zu einem richtigen Wettkampf. Ganz nebenbei kommt man übrigens auch an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei und bekommt einen schönen Eindruck von der Atmosphäre in Brüssel.IMG_0525

Als Abschluss bietet sich noch ein Besuch des Comic Museums in der Zanderstraat 20 rue des Sables an, wo man noch einmal in aller Ruhe verschiedenste Exponate der einzelnen Helden bestaunen kann. Es lohnt sich übrigens auch ein Blick auf das Gebäude selbst, befindet sich das Belgische Comic Zentrum doch in einem Jugendstil-Gebäude von Victor Horta.IMG_0523

Eine spannende Sache, diese Comics! Für uns haben sie Brüssel unvergesslich gemacht und eine schöne Abwechslung in unsere Städtetour gebracht.

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SCHÄRENGARTEN – Reif für die Insel Teil 2 – Schärenwelt vor Turku

Die besten Entdeckungen macht man, indem man die Welt mit anderen Augen betrachtet. Marcel Proust (1871 – 1922)IMG_9048

Es ist noch nicht sehr lange her, da habe ich dich mitgenommen auf meine Reise in den Schärengarten vor Stockholm. Erinnerst du dich noch, als wir gemeinsam hier am Blog Sandhamn und Waxholm erkundet und die Stille dieser Inselwelt erkundet haben?IMG_8905

Heute machen wir einen Sprung über den Bottnischen Meerbusen nach Finnland. Dort findet sich im Südwesten des Landes vor der Küste ebenfalls eine riesige Schärenwelt mit 20.000 – 50.000 Inseln (so ganz einig ist man sich nicht, was noch Felsen ist und was sich schon Insel nennen darf – auf jeden Fall sind es viiiiiele!).

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Schrägarten-Ringstrasse ©www.saaristo.org

Die Größten davon sind durch die 200 km lange Ringstraße – der Skärgårdens Ringväg oder Saariston Rengastie – miteinander verbunden (aufgrund der Zweisprachigkeit in dieser Region ist alles sowohl auf Schwedisch als auch auf Finnisch beschriftet). Im August 2015 machte ich mich mit den Halbstarken auf den Weg, diese Inselwelt für uns zu entdecken.

August, das bedeutet in Finnland bereits Nachsaison und so staunten wir nicht schlecht, wie einsam es auf den einzelnen Inseln bereits war. Wir wollten unbedingt das „Naturfeeling“ genießen, weshalb wir uns entschlossen haben, im Zelt zu nächtigen. In Finnland gilt ja, wie in den anderen nordischen Ländern auch, das Jedermannsrecht, das besagt, dass es jedem Menschen gestattet ist, die Natur zu genießen und ihre Früchte zu nutzen, unabhängig davon, wem das Land gehört. Was nicht eingezäunt ist, darf von jedem betreten werden und mit entsprechendem Abstand zu anderen Grundstücken darf man dort auch, solange man alles achtet und nichts zerstört, auch in freier Natur übernachten. Klingt doch cool, oder?

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Das Pflücken von Beeren und Pilzen ist aufgrund des Jedermannrechts überall erlaubt.

Begonnen hat unsere kleine Rundreise in Naapali, wo wir den Moomins einen Besuch abgestattet haben. Kannst du dich noch an die drolligen Gesellen erinnern? Ich kenne sie aus meinen Kindertagen, den Halbstarken waren sie eigentlich gar kein Begriff, was sich aber schnell änderte, als wir das Moominland besuchten. Sooo süß, sag ich dir! Die Kinder fanden’s ursprünglich wohl eher etwas peinlich (vor allem das Fotoshootings mit den pelzigen Gesellen hat ihnen gar nicht behagt…), aber dann haben sie es doch genossen, in diese Märchenwelt einzutauchen. „Action“ wie in den großen Vergnügungsparks gibt es dort zwar nicht, dafür aber ganz viel Fantasie, Geschichten und Träumereien. Es ist schon eine ganz eigene Welt für sich – die Welt der Moomins eben.

Von Insel zu Insel fuhren wir gegen Abend weiter nach Kustavi, ganz im Westen des Archipels, wo wir das erste Mal unser Zelt aufschlugen. Erst mal wollten wir uns auf einem Campingplatz niederlassen, bevor wir uns ans Wildcampen wagten. Nun ja, im Endeffekt war beides annähernd dasselbe, waren wir doch die einzigen Gäste weit und breit! Nachsaison eben schon… Das machte uns aber gar nichts, so konnten wir in aller Ruhe auf einem Felsen mit Blick übers Meer (und den Sonnenuntergang) mit unseren „Tankstellentrillern“ Würstchen grillen, ungeniert baden und die Campingplatz-Sauna hatten wir auch ganz für uns allein.

Das mit den Saunen ist ja in Finnland überhaupt so eine Sache! Ohne Sauna geht es GAR NICHT. Wirklich gar nicht, das gehört für die Finnen dazu, wie die tägliche Dusche. Die kleinste Wohnung hat eine Sauna integriert (manchmal so klein, dass nur 1 Person rein passt, aber besser eine kleine als keine Sauna!) und so hatte natürlich auch unser Campingplatz Lootholma einen zu bieten – ganz für uns allein!

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Die nächsten Tage haben wir es einfach genossen, die umliegenden Inseln zu erkunden. Beschauliche Dörfer wechseln sich mit endlosen Wäldern ab.

Die einzelnen Inseln sind teils mit Brücken, teils mit Fähren miteinander verbunden, das „Inselshopping“ funktioniert also tadellos, auch wenn man manchmal ein bisschen Geduld mitbringen muss. Ganz kleine Fähren transportieren oft nur 5 Autos auf einmal, wenn ein Traktor übersetzen will, dann bedarf das einer eigenen Fahrt. Eilig darf man es also nicht haben, aber diese Gemütlichkeit und Ruhe ist ja auch einer der Gründe, warum man sich in die Inselwelt hinaus begibt.IMG_8801

Auf unserem nächsten Campingplatz trafen wir beim abendlichen Grill – es gibt auf jedem Campingplatz eine Feuerstelle, wo man ganz nach Lust und Laune gemeinsam Feuer machen kann (herrlich übrigens für meine beiden Pfadfinder…) – einen jungen  Mann, der die ganze Ringstraße zu Fuss zurücklegen wollte. Eine spannende Sache, allerdings hat er uns von seinen Wildcamping-Erfahrungen berichtet und von Wölfen erzählt, die er nachts angetroffen hat. Nun ja, was soll ich euch sagen… Ich war heilfroh, dass auch die Begeisterung der Halbstarken für Übernachtungen ein der freien Wildbahn dadurch etwas eingebremst war und wir uns somit auf weitere Nächte auf zivilisierten Campingplätzen einigen konnten. Ich mag’s ja schon gerne ein bisschen abenteuerlich, aber Wölfe in der Nacht… na, ich weiß nicht…IMG_8965

Auch wenn die einzelnen Inseln des Archipels teilweise nur sehr dünn besiedelt sind, so finden sich dort viele Dinge, die man dort unternehmen bzw. besichtigen kann. Als sehr schön ist uns eine Wanderung auf Mossala in Erinnerung, die uns bis zu einem Aussichtsturm führte. Der Blick von dort über die Schären war wirklich bezaubernd!IMG_8914

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Herrlicher Blick über die Schären vom Aussichtsturm auf Mossala

Während am Anfang unserer Reise jede Fahrt mit der Fähre für uns ein kleines Abenteuer war, wurden wir im Verlauf schon ganz cool und routiniert darin und haben die Überfahrten wirklich genossen. Die meisten Fähren sind übrigens kostenlos, lediglich 2 Mal mussten wir auf der ganzen Rundfahrt bezahlen.

Der einzige Nachteil, dass wir erst in der Nachsaison reisten war, dass manche Tourismusbetriebe schon geschlossen hatten. Wahnsinnig gerne hätten wir eine Kajak-Fahrt unternommen, die Verleihstellen hatten allerdings allesamt schon „Wintersperre“ bzw. waren nur mehr am Wochenende besetzt. Eine Radtour über die Inseln war aber nicht weniger idyllisch und ein bisschen rudern konnten wir trotzdem, boten doch viele der Campingplätze kostenlose Ruderboote zum Verleih an.IMG_9049

Einer der schönsten Campingplätze, auf denen wir uns niedergelassen haben war übrigens Homestead im kleinen Dorf Grännas. Soooo idyllisch – und ganz stilecht mit Plumpsklo und der obligaten Sauna…

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Frühstück am Steg vor der Sauna
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Idyllische Fahrt mit dem Ruderboot

Auch kulinarisch ließen wir uns – zusätzlich von unseren eigenen mehr oder weniger geglückten Drillversuchen – verwöhnen. Herrlichen Fisch findet man überall, aber auch Fleischgerichte und Süßspeisen gibt es in großer Auswahl.IMG_1869

Nur der finnische Filter-Kaffee lässt etwas zu wünschen übrig – zumindest wenn man aus Wien kommend kaffeetechnisch einfach ein bisschen wählerisch geworden ist.IMG_9002

Die Schären sind ein Seglerparadies schlechthin. Auch wenn die einzelnen Inseln mittels Fähren oder Brücken gut erschlossen sind, Inselshopping mit dem eigenen Segelboot bietet sich hier geradezu an. Jedes kleine Dorf hat einen Seglerhafen und wir haben es genossen, das emsige Treiben zu beobachten und den Schiffen beim ein- und auslaufen zuzusehen.IMG_9003IMG_8929

Wir haben 8 Tage im Schärengarten vor Turku verbracht und haben jeden einzelnen Tag genossen. Wir haben aber bei weitem nicht alles gesehen und erlebt, vor allem die ganz äußeren Inseln mussten wir aus Zeitmangel leider auslassen. Für wanderlustige Menschen gäbe es auch noch unzählige Routen mit herrlichen Ausblicken, wo man so richtig schön die Seele baumeln lassen kann und für größere Radtouren bietet sich die Inselwelt ja geradezu an.IMG_1866

Die Schären sind nichts für Leute, die es eilig haben, sondern für solche, die einfach mal die Zeit vergessen und nur die Umgebung auf sich wirken lassen wollen. Wir haben dort einen wunderschönen und sehr entspannten Urlaub  wie im Bilderbuch verbracht – nicht zuletzt deshalb, weil uns der Wettergott hold war und uns  über eine Woche lang herrlichsten Sonnenschein beschert hat.IMG_8767

Mein Archipelago-Tipp: Beinahe jedes Dörfchen hat einen Seglerhafen. Dort lässt es sich gemütlich sitzen und bei einer Tasse Kaffee den Booten zusehen. Besonders angetan hat uns das Strandcafé im Hafen von Nago – dort fanden wir nämlich angeschlossen einen kleinen Souvenirläden mit allerlei maritimen Dekorationen. Und Fahrräder ausborgen kann man dort auch.

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VOLKSGARTEN – Sah ein Knab‘ ein Röslein stehen…

Der Duft der Blumen ist weit süßer in der Luft als in der Hand. Sir Francis von Verqualm Bacon (1561 – 1626)

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Manchmal nach dem Nachtdienst hab ich ganz komische Anwandlungen. Zeitweise bin ich zwar richtig produktiv und erledige allerhand, meistens verbringe ich meine Zeit aber eher planlos. Ab und zu mach ich auch Shoppingtouren und kaufe Dinge, die ich nie im Leben brauche. Letztens aber hatte ich eine ganz romantische Ader und bin durch den Volksgarten hier in Wien spaziert. Da blühen um diese Zeit nämlich (noch) die Rosen. Es ist einfach gaaaanz wunderschön und duftet und man möchtet fast nicht mehr weg. Und weil ich so begeistert war (was nicht nur daran lag, dass ich halt ein bisschen übernächtig gewesen bin), nehme ich dich heute mit auf einen Fotobummel durch den Volksgarten. Einfach zum Schauen und Genießen! Vielleicht kriegst du ja selbst dann Lust, auch einmal hinzukommen.

Die schönste Zeit ist übrigens bis Mitte Juni, wenn die Rosen in voller Blüte stehen. Aber auch jetzt noch lohnt es sich auf jeden Fall, den Volksgarten zu besuchen und einfach ein bisschen zu verweilen. Den „guten alten“ Goethe nehme ich übrigens gleich mit auf meinen Spaziergang durch das Rosarium, findet sich doch im Volksgarten sein lieber Freund Grillparzer wieder.

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Heidenröslein (Johann Wolfgang von Goethe 1749 – 1832)

Sah ein Knab ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu sehn,
Sah’s mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Knabe sprach: „Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden.“
Röslein sprach: „Ich steche dich,
Dass du ewig denkst an mich,
Und ich will’s nicht leiden.“
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Und der wilde Knabe brach
’s Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihm doch kein Weh und Ach,
Musst es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

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Der Volksgarten – für alle Nicht-Wiener unter meinen Lesern – befindet sich in wunderschöner Lage eingebettet zwischen Hofburg, Burgtheater,  Rathaus, dem Parlament und den großen Museen und ist für keinen Wien-Besucher zu verfehlen.

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Blick auf das Parlament
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Das Naturhistorische Museum

Übrigens: wer besonders romantisch veranlagt ist oder jemandem gedenken möchte, kann auch die Patenschaft für eine Rose übernehmen. Für 350 € kann man für 5 Jahre ein Schild mit eigenem Text an einer Rose anbringen lassen. Wenn man ein bisschen Zeit hat, lohnt es sich, inne zu halten und sich die Tafeln etwas genauer anzusehen. Manch Lustiges, Trauriges und Kurioses ist dabei zu entdecken.

„Abraham Darby“,  „Romantica“, „Flamingo“ – lustige Namen haben sie übrigens, diese Rosen. Und angeblich gibt es an die 300 verschiedene Arten dort und insgesamt knapp 4.000 einzelne Rosenstöcke.

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Als auffälligstes Bauwerk befindet sich im Volksgarten übrigens der 1819-1823 erbaute Theseustempel, der durch seine Schlichtheit besticht und immer wieder unterschiedliche Ausstellungen beherbergt.

Volksgarten
Theseustempel, dahinter das Rathaus

Und falls du eher an wilde Partynächte denkst, wenn du „Volksgarten“ hörst – auch da liegst du richtig. Gleich am Eingang des Volksgartens liegt die berühmt berüchtigte Club-Disco, in der der ein oder andere schon gerne mal das Tanzbein schwingt…

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Von April bis Oktober ist das Rosarium im Volksgarten übrigens von 6 bis 22 Uhr geöffnet, in den Wintermonaten schließt es schon um 17.30 Uhr (falls du den Rosen beim Winterschlaf zusehen möchtest…)

IMG_3218Die Rosen kenne ich nun also und ich werde bestimmt wieder kommen. Nach dem nächsten Nachtdienst hab ich allerdings was ganz anderes vor…

Was du nach einem Besuch im Rosarium in Wien noch unternehmen kannst:

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LJUBLJANA – auf Drachenjagd in Sloweniens Hauptstadt

Unsere größten Ängste sind die Drachen, die unsere tiefsten Schätze bewahren. Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Über Fronleichnam wollten die Halbstarken und ich heuer ans Meer. Nachdem wir die letzten Jahre oft in Italien waren, sollte diesmal Slowenien unser Ziel sein. Da ich den Kindern auch immer etwas von der Welt zeigen will und nicht nur tagelang am Strand in der Sonne braten möchte, haben wir einen Zwischenstop in Ljubljana eingeplant. Wir waren alle ein bisschen skeptisch, als wir uns auf den Weg in diese beinahe unaussprechliche Stadt machten, doch Laibach, wie Sloweniens Hauptstadt auf Deutsch genannt wird, hat uns sofort in ihren Bann gezogen. Und als wir uns auf  die Jagd nach den unzähligen Drachen machten, die dort versteckt sind, waren auch die Halbstarken restlos begeistert.IMG_0427

Erst 1991 aus den Fängen des Kommunismus des ehemaligen Jugoslawiens entkommen, hat sich Ljubljana zu einer wunderschönen Stadt voll Flair und Gemütlichkeit gemausert. Letztes Jahr wurde es sogar zur „Grünsten Stadt Europas“ gekürt, und das zu Recht. Unzählige Parks finden sich überall in der Stadt und die Ljubljanica schlängelt sich umgeben von viel Grün durch das Zentrum, bevor sie wieder einen Teil unterirdisch weiter fließt. Gerade mal 280.000 Einwohner hat die Stadt – 60.000 davon sind Studenten. Und das macht sich bemerkbar! Ljubljana ist jung und dynamisch, es finden sich unzählige Bars, Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen, Straßenkünstler finden sich überall in der Altstadt verteilt und im Sommer gibt es unzählige Freiluftveranstaltungen, Konzerte, Open-Air-Kinos und Gastgärten, in denen man es sich gemütlich machen kann.IMG_3082

Das Zentrum Ljubljanas ist überschaubar und die meisten Aktivitäten bzw. Sehenswürdigkeiten spielen sich um den Prešeren-Platz ab. Habt ihr schon mal eine Stadt gesehen, die ihr eigenes Wetter macht?? Laibach kann das – und ein bisschen Nieselregen war bei der momentanen Hitze sogar willkommen!IMG_0337

Einer der ganz großen Helden Sloweniens ist der Architekt Joše Plecnik, dessen Denkmal sich auf diesem Platz findet. Was Gaudí für Barcelona war, war Plecnik für Laibach – er hat das Stadtbild geprägt und überall seine Spuren hinterlassen. Plecnik wollte aus Ljubljana zu Zeiten, als dieses noch eine kleine unbedeutende Stadt in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie war, ein ganzheitliches Meisterwerk nach Athener Vorbild machen – um es auf seine Zeit als Hauptstadt vorzubereiten. Und man muss zugeben, das ist ihm wunderbar gelungen. Den Marktplatz, etliche Brücken, die Nationalbibliothek und viele, viele andere Gebäude hat er in seinem ganz eigenen Stil entworfen.IMG_0496

Diese zieren ebenso wie viele Jugendstilbauten (ebenfalls aus Monarchiezeiten) die Altstadt Ljubljanas – irgendwie fühlt man sich aus Wien kommend hier sofort heimisch…

An unserem ersten Abend haben wir uns mit meiner Brieffreundin Martina und ihrer Familie getroffen und somit quasi eine Privatführung durch die Stadt erhalten. Erst machten wir uns auf zu einem kleinen Stadtbummel, um einen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Laibachs zu bekommen, dann stand ein bisschen Sport am Programm. Hoch über Ljubljana thront die alte Burg, die uns einen wunderschönen Ausblick bis weit über die Stadtgrenzen hinaus bot. Der Aufstieg dauert nicht länger als eine Viertelstunde und lohnt sich allemal, wer nicht laufen möchte, kann für 4 € hin und retour auch bequem mit der Standseilbahn hinauf fahren. Schade, dass der Aussichtsturm schon um 9 Uhr schließt, der Ausblick von ganz oben hätte uns bestimmt auch gefallen. Aber auch so war die Aussicht beeindruckend!

Am nächsten Tag gab es erst mal ein reichhaltiges Frühstück im Café Cacao, direkt im Zentrum und sehr idyllisch an der Ljubljanica gelegen. Anschließend wollten wir einen Rundgang durch die Stadt machen um auch ein bisschen etwas über die Geschichte zu erfahren. In unserer Unterkunft, den Viva Rooms (wahnsinnig praktisch quasi ums Eck beim Prešeren Platz gelegen, einfach, aber sauber und gepflegt) hat man uns die Freetour empfohlen. Erst hat uns die Menschenmasse, die sich für die Tour einfand, etwas abgeschreckt, aber aufgeteilt in kleine Gruppen machten wir uns schließlich mit unserem Guide Jack auf den Weg. Lustig und mit großer Begeisterung hat er uns seine Stadt gezeigt – eine kleine Verkostung von eingelegtem Gemüse auf dem Markt und Brombeerschnaps in der Altstadt inklusive.IMG_0447IMG_0450

So erfuhren meine kleinen Drachenjäger endlich auch, was es mit dem Fabeltier in Ljubljana so auf sich hatte und als wir die Geschichte von Jason und den Argonauten hörten, waren wir alle restlos begeistert. Der Beschützer der Stadt findet sich wirklich überall: an Wasserspeiern, in Auslagen, im Stadtwappen und – wohl am bekanntesten – gleich in mehrfacher Ausführung auf der Drachenbrücke. Es heißt, wer sich nicht mit einem Drachen fotografieren ließ, sei nicht in Ljubljana gewesen. Wir waren selbstverständlich und nachweislich dort – seht selbst…

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Die Drachenbrücke ist aber nicht die einzige Möglichkeit, die Ljubljanica zu überqueren. Direkt vom Prešeren Platz führen – etwas skurril – gleich drei Brücken, die sogenannte Tromostovje über den Fluss und wie in fast jeder Stadt, die etwas auf sich hält, gibt es auch hier eine Brücke, an der Pärchen vor den Statuen von Adam und Eva, dem Satyr, Prometheus oder etlichen anderen Skulpturen ihre ewige Liebe in Form eines Vorhängeschlosses besiegeln können: die Mesarski Most – in Anlehnung an die vielen Metzgerläden, die sich gleich anschließend in den Marktarkaden finden, auch Butcher’s Bridge genannt.IMG_0422IMG_0424

Den Abschluss fand unsere 2stündige Tour auf dem sogenannten Kongressplatz vor der Ursulinenkirche, wo in den Sommermonaten allabendlich verschiedenste Konzerte stattfinden.IMG_0467

Für uns traf sich das wunderbar, wollten wir als nächstes doch das Museum of Illusions besuchen. Klein aber fein entführte uns dieses in eine Welt der Trugbilder und Illusionen und versetzte uns in seiner Einzigartigkeit wirklich ins Staunen.

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Danach stand noch ein bisschen moderne Kunst auf dem Programm. Im Stadtteil Metelkova laden etliche Galerien und Museen zum Besuch ein. Alleine schon der Fussmarsch – Metelkova ist problemlos in etwa 15 min von der Altstadt aus zu erreichen – ist ein Erlebnis. Die bunten Fassaden der Häuser, Graffitis und Mosaike faszinieren jung (in unserem Fall die Halbstarken) und alt…

Vieles gäbe es in Laibach noch zu entdecken – so haben wir zum Beispiel den Tivolipark, Ljubljanas größten und angeblich schönsten Park irgendwie ganz links liegen gelassen. Wahrscheinlich war aber die Vorfreude auf das Meer dann doch schon zu groß, so dass wir uns am späten Nachmittag auf den Weg zur slowenischen Adriaküste machen. Und da wir noch lange nicht alles gesehen haben, das Ljubljana zu bieten hat, gibt es wenigstens Gründe, um bald einmal wieder in diese bezaubernde Stadt zurück zu kehren.IMG_0489

Mein Ljubljana-Tipp: unbedingt etwas mehr Zeit in dieser schönen Stadt einplanen, 2 Tage sind eindeutig zu kurz. Durch seine zentrale Lage in Slowenien sind auch viele andere Attraktionen, wie zB die Postojna Höhlen, Bled mit seinem wunderschönen See oder die malerischen Küstenstädte Piran, Izola und Portoroz jeweils in nur etwa 1 Autostunde zu erreichen.

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Ebenfalls wunderschöne Jugendstilgebäude findest du in Lettlands Hauptstadt RIGA